Oberösterreich: Einbrecher nutzen Klebestreifen als Abwesenheits-Test
Kriminelle in Oberösterreich kleben unsichtbare Fäden an Türen, um festzustellen, ob Bewohner verreist sind. Mehrere Städte sind bereits betroffen.

Oberösterreich: Einbrecher nutzen Klebestreifen als Abwesenheits-Test
Unbekannte Täter in Oberösterreich setzen eine neue Technik ein, um herauszufinden, ob Wohnungen unbewohnt sind. Sie kleben feine, durchsichtige Streifen an Eingangstüren. Bleiben diese später am selben Platz, gehen die Einbrecher davon aus, dass die Bewohner nicht daheim sind. Diese Vorgehensweise beschreibt MeinBezirk.at.
Zunächst dringen die Verdächtigen in Wohnhäuser mit mehreren Parteien ein. Anschließend befestigen sie am unteren Rand der Türen kaum sichtbare Klebefäden zwischen Türblatt und Zarge. Nach einigen Stunden oder am nächsten Tag schauen sie nach, ob jemand die Streifen entfernt hat. Liegen sie noch vor, wird die Wohnung als leer eingestuft – und zum Ziel eines Einbruchs.
Das Landeskriminalamt gab bekannt, dass es bereits mehrere Diebstähle nach diesem Muster gegeben hat. Linz, Traun, Wels und Steyr wurden als betroffene Orte genannt.
Die Sicherheitsbehörden raten zur Aufmerksamkeit. Wer an einer Tür solche Fäden oder andere auffällige Spuren bemerkt, soll die örtliche Polizei oder die Notrufnummer 133 benachrichtigen. Auch anonyme Tipps werden entgegengenommen.
Source: Google News AT — Crime (de)