Österreicher droht in Saudi-Arabien die Todesstrafe für Terroranschlag mit Messer in Mekka

Dem 21-jährigen österreichischen Staatsbürger H. E. steht in Saudi-Arabien das Urteil wegen eines Messerangriffs in Mekka bevor, den er im März 2024 im Namen des Islamischen Staats verübte. Alle fünf Opfer überlebten, doch den österreichischen Behörden gelang es nicht, seine Verlegung in die Heimat

Österreicher droht in Saudi-Arabien die Todesstrafe für Terroranschlag mit Messer in Mekka

Österreicher droht in Saudi-Arabien die Todesstrafe für Terroranschlag mit Messer in Mekka

Dem 21-jährigen österreichischen Staatsbürger H. E. wird in Saudi-Arabien der Prozess gemacht, weil er im März 2024 in Mekka einen Terroranschlag mit einem Messer verübt haben soll. Laut Anklage kaufte er sich zunächst auf einem Markt eine Waffe, stach dann vor der Großen Moschee al-Haram einem Wachmann in den Hals und griff anschließend vier weitere Personen an. Alle fünf Opfer überlebten den Angriff.

Das Urteil soll heute verkündet werden. Österreichische Medien berichten, dass ihm die Todesstrafe droht. Das österreichische Außenministerium bestätigte, dass die Botschaft in Riad ihm konsularische Hilfe leistet und in regelmäßigem Kontakt mit ihm steht. Trotz aller Bemühungen gelang es jedoch nicht, den Angeklagten nach Österreich zu verlegen und ihn dort vor Gericht zu stellen, was ihn vor einer möglichen Todesstrafe bewahrt hätte.

H. E. ist in österreichischen Medien auch als Mentor und Mitschüler von B. A. bekannt, der wegen der Planung terroristischer Anschläge auf ein Konzert der US-Sängerin Taylor Swift in Österreich verurteilt wurde. B. A. und A. K. gaben zu, im Jahr 2024 nach Dubai und Istanbul gereist zu sein, um dort Anschläge zu verüben. B. A. erklärte dem Gericht, dass er sich im März 2024 in Dubai aufhielt und nach Opfern suchte, die er erstechen wollte, was ihm jedoch ein Panikanfall verhinderte.

Während des Prozesses beschrieben die Angeklagten H. E. als Schlüsselfigur hinter den terroristischen Plänen. H. E. ist der Einzige unter ihnen, der einen Anschlag tatsächlich ausgeführt hat. Bald wird bekannt sein, ob der junge österreichische Fundamentalist das einzige Todesopfer seines eigenen Terroranschlags wird.

Quelle: Delo

Source: Delo