Kärntnerin verliert über 1000 Euro durch Maut-Betrug
Eine Frau aus Villach-Land wurde durch eine gefälschte ASFINAG-Website um mehr als 1000 Euro betrogen, nachdem sie eine SMS über eine angebliche Mautgebühr erhalten hatte.

Kärntnerin verliert über 1000 Euro durch Maut-Betrug
Eine Bewohnerin des Bezirks Villach-Land ist Opfer eines Internetbetrugs geworden und hat dabei einen vierstelligen Betrag verloren. Die Frau, namentlich nicht genannt, entschied sich, ihre Erfahrung öffentlich zu machen, um andere vor ähnlichen Fällen zu schützen.
Alles begann mit einer Kurznachricht, die an ihre Tochter gerichtet war. Diese hielt sich zum Zeitpunkt des Eingangs außerhalb Österreichs auf und hatte Schwierigkeiten mit ihrer Kreditkarte. Die Mutter übernahm deshalb die angebliche Zahlungspflicht für eine Straßengebühr von 8,60 Euro.
Sie folgte dem in der Nachricht enthaltenen Hyperlink und gab ihre finanziellen Angaben auf der dortigen Plattform ein. Statt der erwarteten kleinen Summe wurde ihr jedoch ein wesentlich höherer Betrag – umgerechnet etwa 1100 Euro – von ihrem Konto abgezogen. Die Transaktion erfolgte in australischer Währung. Sofort ließ sie ihre Karte blockieren. Bei ihrer Bank erfuhr sie, dass das Geld auf ein Konto in Spanien transferiert worden war. Eine Rückführung des Geldes ist fraglich.
Die betrogene Frau berichtet, dass die Internetpräsenz der Täuscher optisch kaum von der echten Behördenwebsite zu unterscheiden war. Sie hofft, durch ihr Beispiel andere vor dem Öffnen solcher Links abzuhalten.
Auch die österreichische Strafverfolgungsbehörde für Cyberdelikte warnt auf ihrer Internetseite vor dieser Masche. Betrüger betreiben gefälschte Webshops, die das Design der offiziellen ASFINAG-Seite imitieren. Dabei verwenden sie manipulierte Adressen mit Schreibfehlern oder exotischen Domain-Endungen.
Besonders riskant sind bezahlte Suchergebnisse in Internet-Suchmaschinen. Wer kurzfristig eine Tagesvignette sucht, klickt oft auf die obersten Anzeigen – genau dort platzieren die Kriminellen ihre Fallen. Eingegebene Daten werden für unlautere Geschäfte missbraucht oder an Dritte verkauft.
Experten raten dringend, Vignetten nur über autorisierte Vertriebswege zu erwerben und die Internetadresse sorgfältig zu kontrollieren.
Quelle: 5 Minuten
Source: Google News AT — Crime (de)