Kärntnerin um über 1000 Euro gebracht: Gefälschte ASFINAG-Seite täuscht Opfer
Eine Frau aus dem Bezirk Villach-Land verlor über 1100 Euro durch einen Online-Betrug. Sie fiel auf eine täuschend echt wirkende gefälschte ASFINAG-Webseite herein, nachdem sie eine SMS mit einer angeblichen Mautforderung erhielt.

Kärntnerin um über 1000 Euro gebracht: Gefälschte ASFINAG-Seite täuscht Opfer
Im Bezirk Villach-Land hat eine Betrugsvariante im Internet einen finanziellen Schaden von mehr als 1100 Euro verursacht. Eine dort lebende Frau, in der Berichterstattung als Maria bezeichnet, wurde durch eine Nachricht auf dem Handy auf eine gefälschte Internetseite gelockt.
Die SMS ging eigentlich an die Tochter der Geschädigten, die sich gerade außerhalb Österreichs befand und erst nach dem angeblichen Zahlungstermin wieder zu Hause sein würde. Außerdem hatte die junge Frau Schwierigkeiten mit ihrer Karte. Deshalb entschloss sich die Mutter, die geforderten 8,60 Euro selbst zu überweisen. Sie folgte dem in der Nachricht eingebauten Verweis und gab ihre Daten ein.
Kaum hatte sie das getan, wurden ihr 1790 australische Dollar abgebucht – das entspricht umgerechnet etwa 1100 Euro. Sofort ließ Maria ihre Karte blockieren. Bei der Bank erfuhr sie, dass das Geld auf ein Konto in Spanien geflossen war. Eine Rückführung des Betrags ist ungewiss.
Das Bundeskriminalamt warnt seit einiger Zeit vor dieser Betrugsmethode. Kriminelle erstellen Internetauftritte, die dem offiziellen Portal der ASFINAG zum Verwechseln ähnlich sind. Die gefälschten Domains weichen oft durch kleine Schreibfehler oder ungewöhnliche Endungen wie .mom oder .lat vom Original ab, etwa „asfimag.mom“. Besonders perfide: Die Täter buchen bezahlte Anzeigen bei Suchmaschinen, die über den echten Treffern erscheinen und Internetnutzer auf die betrügerischen Seiten umleiten.
Wer dort seine Kartendaten oder persönlichen Angaben eingibt, bekommt keine Vignette. Stattdessen missbrauchen die Betrüger die Informationen für weitere kriminelle Geschäfte oder verkaufen sie an andere Täter, die sie etwa für Telefonbetrug einsetzen.
Maria will mit ihrem Fall andere warnen: Die gefälschte Seite habe ausgesehen wie das echte ASFINAG-Portal. Das Bundeskriminalamt empfiehlt, digitale Vignetten nur über offizielle Wege zu kaufen und die Internetadresse sorgfältig zu kontrollieren.
Quelle: 5 Minuten
Source: Google News AT — Crime (de)