Rechtsextreme Parolen und Gewalt bei Burschenschaftsfest in Leoben

Teilnehmer eines Burschenschafts-Stiftungsfestes in Leoben skandierten NS-Parolen und verprügelten einen Taxilenker. Die Behörden ermitteln nun wegen Wiederbetätigung und Körperverletzung.

Rechtsextreme Parolen und Gewalt bei Burschenschaftsfest in Leoben

Rechtsextreme Parolen und Gewalt bei Burschenschaftsfest in Leoben

Ein Stiftungsfest einer Burschenschaft in Leoben endete mit rechtsextremen Parolen und einer körperlichen Attacke auf einen Taxifahrer. Die Steirer Landespolizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts auf NS-Wiederbetätigung sowie wegen Körperverletzung eingeleitet.

Die Feier fand am vergangenen Wochenende in der steirischen Stadt statt. Als Redner für die Veranstaltung war der AfD-Politiker Matthias Helfrich vorgesehen – eine Entscheidung, die bereits vorab für Kritik sorgte.

Während des Festes sollen Angehörige der Burschenschaft wiederholt den Hitlergruß gerufen haben. In der folgenden Nacht kam es zu einer weiteren Eskalation. Mehrere Festteilnehmer griffen einen Taxilenker an, der zuvor Gäste zur Veranstaltung gebracht hatte. Die Täter traten auf den Mann ein.

Der Fahrer zog sich bei dem Übergriff mehrere Verletzungen zu. Neben Abschürfungen und Blutergüssen trug er zwei Beulen am Schädel davon. Sein ganzer Körper war von Prellungen gezeichnet. Die Partnerin des Opfers schilderte am Tag danach die Auswirkungen der Attacke. Sie berichtete von einer durchwachten Nacht und kritisierte, dass Rechtsextreme das Wochenende in der Stadt dominiert hätten.

Die Ermittler arbeiten die Vorfälle auf. Weitere Details zu möglichen Festnahmen oder Tatverdächtigen wurden bislang nicht bekannt gegeben. Quelle: Der Standard

Source: Der Standard