Rund 19.000 Internet-Adressen zur WM 2026 für Online-Betrug missbraucht

Kriminelle registrierten tausende Domains im Zusammenhang mit der Fußball-Weltmeisterschaft 2026, um Nutzer zu täuschen. Zudem setzen Täter verstärkt KI-gestützte Methoden ein.

Rund 19.000 Internet-Adressen zur WM 2026 für Online-Betrug missbraucht

Rund 19.000 Internet-Adressen zur WM 2026 für Online-Betrug missbraucht

IT-Sicherheitsunternehmen und Behörden schlagen Alarm: Im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 haben Betrüger massenweise Web-Adressen registriert, um Internetnutzer zu täuschen. Laut der Firma Intel 471 entstanden seit Januar etwa 19.000 Domains, die mit dem Turnier in Verbindung stehen. Diese dienen vorrangig dazu, gefälschte Tickets, nicht existierende Hotelreservierungen oder Schein-Visa-Dienste anzubieten.

Die Kosten für angebliche Visa-Hilfe liegen dabei zwischen 6.000 und 20.000 Euro. Auch Streaming-Anwendungen, die angeblich WM-Spiele zeigen, enthalten laut ThaiCERT teilweise Schadprogramme. Diese stehlen FIFA-Kontodaten und Bankinformationen.

Neben dem Sportereignis nutzen Kriminelle verstärkt Technologien aus dem Bereich Künstliche Intelligenz. Der Dienst Ask Silver fand gefälschte Webseiten in den Suchergebnissen von ChatGPT, die sich als bekannte britische Handelsketten tarnten. Microsoft Threat Intelligence berichtet von Attacken, bei denen Angreifer als KI-Anbieter wie ChatGPT oder Copilot auftreten. Eine Aktion verschickte täglich etwa 100.000 betrügerische Nachrichten an Empfänger in der Schweiz, Österreich und Südafrika, um Kartenzahlungsdaten zu erbeuten.

Ein jüngst vorgelegter Bericht des FBI zeigt die Dimensionen auf: Weltweit entstanden 2025 durch Internetkriminalität Schäden von 19,3 Milliarden Euro. Betrug mit digitalen Währungen machte davon 10,5 Milliarden Euro aus – ein Plus von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Senioren ab 60 Jahren verloren 7,1 Milliarden Euro. Fälschungen mittels KI, etwa durch manipulierte Stimmen oder Bilder, kosteten die Opfer rund 825 Millionen Euro.

Quelle: Börse Express

Source: Google News AT — Crime (de)