Verbotsgesetz-Ermittlungen gegen Steirer nach Public-Viewing-Zwischenfall
Bei einer Großbildveranstaltung in Fürstenfeld soll ein bekannter Internet-Star die verbotene Geste beim Abspielen der Hymne gezeigt haben.

Verbotsgesetz-Ermittlungen gegen Steirer nach Public-Viewing-Zwischenfall
Bei einer Fußball-Übertragung in der Innenstadt von Fürstenfeld hat es einen Polizeieinsatz gegeben. Mehrere Anwesende riefen die Exekutive, weil sie bei der österreichischen Bundeshymne eine strafbare Handlung beobachtet haben wollten.
Der im Visier der Behörden stehende Mann ist ein 39-jähriger aus der Steiermark, der als Entertainer und in sozialen Netzwerken aktiv ist. Zeugen gaben an, er sei während des Liedes aufgestanden und habe die verbotene Geste ausgeführt. Die Landespolizeidirektion bestätigte den Vorfall und schaltete den Verfassungsschutz ein. Ein Film des Geschehens liegt vor und wird derzeit ausgewertet.
Der Beschuldigte weist die Vorwürfe zurück. Er räumte ein, am besagten Abend getrunken zu haben. Dennoch behauptet er: "Ich habe nur gejubelt, nichts anderes. Das entspricht nicht meiner Überzeugung."
Sollte sich der Verdacht bestätigen, droht dem Mann ein Prozess vor einem Geschworenengericht wegen Verstoßes gegen das Verbotsgesetz. Bis dahin gilt die Unschuldsvermutung.
Der Fall wirft auch ein Schlaglicht auf die Verbindungen des Mannes zur Freiheitlichen Partei. Der steirische Landeshauptmann Mario Kunasek hatte ihn im vergangenen Jahr besucht, um Wahlkampf zu betreiben. Der Influencer verfügt über eine große Reichweite in sozialen Medien.
Quelle: Kleine Zeitung
Source: Kleine Zeitung