Bankangestellter in Wien rettet Seniorin vor Betrügerbande
Ein wachsamer Mitarbeiter einer Wiener Bank verhinderte, dass eine 90-Jährige erneut Tausende Euro an Kriminelle verlor. Die Exekutive nahm einen 37-jährigen Mann aus Serbien fest.

Bankangestellter in Wien rettet Seniorin vor Betrügerbande
Am Donnerstag bemerkte ein Mitarbeiter einer Geldinstituts-Filiale im 18. Wiener Gemeindebezirk, dass mit einer älteren Kundin etwas nicht stimmte. Die Neunzigjährige wollte eine hohe fünfstellige Summe in bar abheben. Auf Nachfrage konnte sie nicht schlüssig begründen, wozu sie das Kapital benötigte.
Der Filialbedienstete informierte daraufhin die Ordnungshüter. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus: Die Pensionistin hatte zuvor einen Telefonanruf erhalten, in dem sie unter Druck gesetzt wurde. Die Anrufer instruierten sie, mehrere Filialen anzufahren, jeweils knapp zehntausend Euro abzuheben und die Scheine in einem Briefumschlag an einen wartenden Kurier zu übergeben.
In einer anderen Filiale im 19. Bezirk hatte die Geschädigte bereits eine solche Summe an einen Unbekannten weitergegeben. Beamte der Inspektion Krottenbachstraße überwachten daraufhin die Gegend. Dabei fiel ihnen ein Mann auf, der sich hastig vom Bankgebäude entfernte.
Bei der Überprüfung lieferte der 37-Jährige keine überzeugende Erklärung für seine Präsenz vor Ort. Die Staatsanwaltschaft für Wirtschafts- und Korruptionsdelikte ordnete die Inhaftierung an. Das bereits abgegebene Bargeld konnte bei ihm aufgefunden und der betrogenen Frau zurückübergeben werden. Der Festgenommene, der die serbische Staatsbürgerschaft besitzt, legte laut Exekutive kein Geständnis ab und befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft.
Derartige Telefonbetrüger machen regelmäßig ältere Personen zu Zielscheiben. Dabei wird vorgetäuscht, Familienmitglieder seien in Schwierigkeiten oder Einbrecher hätten das Vermögen der Opfer ins Visier genommen. Sicherheitsbehörden fordern niemals die Herausgabe von Geld oder Wertgegenständen zur sicheren Verwahrung. Bei dubiosen Anrufen sollte man sofort auflegen und die Notrufnummer 133 wählen.
Quelle: Heute.at
Source: Google News AT — Crime (de)