Gift in vergifteter Babynahrung in Österreich entspricht Substanz aus Slowakei
Die österreichische Staatsanwaltschaft bestätigte, dass das Gift in der Babynahrung im Burgenland in Konzentration der bei einem festgenommenen Slowaken beschlagnahmten Substanz entspricht.

Gift in vergifteter Babynahrung in Österreich entspricht Substanz aus Slowakei
Die in kontaminierter Babynahrung im österreichischen Burgenland gefundene Substanz weist identische chemische Parameter auf wie das Gift, das bei einer Hausdurchsuchung bei einem Slowaken beschlagnahmt wurde. Die Staatsanwaltschaft bezeichnete dies als Indiz, nicht jedoch als direkten Schuldheweis. Das berichtete die Agentur APA.
Der verdächtige Mann lebt seit langem in Österreich und arbeitete früher für den deutschen Lebensmittelhersteller HiPP. Jetzt steht er unter dem Verdacht, Säuglingsnahrung in Österreich, Tschechien und der Slowakei vergiftet zu haben. Er bestreitet die Schuld und behauptet, die beschlagnahmte Substanz nur zur Rattenbekämpfung auf einer Farm in der Slowakei verwendet zu haben.
Die Untersuchung betraf konkret die in der Gemeinde Schützen am Gebirge gefundene Nahrung. Nach früheren Informationen enthielt sie 15 Mikrogramm Rattengift. Laut Gutachtern würde diese Dosis zwar das menschliche Leben nicht gefährden, könnte jedoch die Blutgerinnung verringern und zu leichter Blutung führen.
Im April entdeckte die Polizei vergiftete Gläser mit Babynahrung auch in Tschechien und der Slowakei. Der Täter drohte durch Erpressung mit ähnlichen Taten in weiteren europäischen Ländern, darunter Deutschland, Frankreich, Spanien und den Niederlanden. Die Staatsanwaltschaft gab an, dass der Festgenommene jede Beteiligung an den Vergiftungen bestreitet. Er behauptet auch, dass seine frühere Entlassung aus dem Unternehmen HiPP ihn nicht belastet habe.
Quelle: Aktuálně.cz
Source: Aktuálně.cz