Sechs Monate Haft für jungen Mann aus Kärnten wegen Partnergewalt

Ein 20-Jähriger wurde in Klagenfurt wegen wiederholter Gewalt gegen seine Freundin sowie mehrerer weiterer Straftaten zu einer unbedingten Freiheitsstrafe verurteilt. Seine minderjährige Begleiterin erhielt eine Geldstrafe.

Sechs Monate Haft für jungen Mann aus Kärnten wegen Partnergewalt

Sechs Monate Haft für jungen Mann aus Kärnten wegen Partnergewalt

Vor dem Landesgericht Klagenfurt stand am Dienstag ein 20-jähriger Angeklagter neben seiner 17-jährigen Freundin. Beide mussten sich für eine Reihe von Straftaten verantworten, wobei die Beweislage bei den einzelnen Punkten sehr unterschiedlich ausfiel.

Die Ermittler hatten dem Paar vorgeworfen, über das Internet gefälschte Banknoten beschafft und diese in der Stadt Villach unter die Leute gebracht zu haben. Die Beweisaufnahme ergab jedoch widersprüchliche Zeugenaussagen, sodass die Kammer in diesem Anklagepunkt auf Freispruch erkannte. Ob tatsächlich jemand die Scheine bestellt hatte und ob sie je in den Zahlungsverkehr gelangten, konnte nicht geklärt werden.

Deutlich gravierender waren die Vorwürfe gegen den älteren der beiden Angeklagten. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, seine Partnerin in der gemeinsamen Wohnung regelmäßig misshandelt zu haben. Konkret ging es um Schläge, Würgeangriffe und Drohungen mit einem Schlagstock. Vor den Richtern behauptete der 20-Jährige, die körperlichen Auseinandersetzungen seien freiwillige Raufereien gewesen. Die deutlichen Halsverletzungen der jungen Frau seien keine Strangulationsfolgen, sondern harmlose Knutschflecken, so seine Erklärung.

Weitere Anklagepunkte betrafen Sachbeschädigung an einem Pkw, unbefugte Abbuchungen mittels der Bankomatkarte eines Freundes sowie einen Angriff auf einen Supermarkt-Detektiv. Gemeinsam hatten das Paar zudem in einem Geschäft Flaschen entleert und den Pfandbon eingelöst.

Die Richter verhängten gegen den Hauptangeklagten eine sechsmonatige Haftstrafe ohne Bewährung. Die 17-Jährige wurde wegen des Ladendiebstahls zu einer finanziellen Sanktion von 240 Euro verurteilt. Gegen das Urteil können noch Rechtsmittel eingelegt werden.

Quelle: kaernten.ORF.at

Source: Google News AT — Crime (de)