15 Jahre Haft für geplanten Anschlag auf Taylor-Swift-Konzert in Wien

Ein 21-jähriger Mann wurde wegen der Planung eines islamistischen Angriffs auf ein Konzert der US-Sängerin in Wien zu einer langen Haftstrafe verurteilt.

15 Jahre Haft für geplanten Anschlag auf Taylor-Swift-Konzert in Wien

Wiener Attentatsplaner zu langjähriger Haft verurteilt

Ein 21-Jähriger muss für mehr als ein Jahrzehrt hinter Gitter, nachdem ein Geschworenengericht ihn für schuldig befunden hatte, einen blutigen Überfall auf ein Musikereignis in der österreichischen Hauptstadt vorbereitet zu haben.

Der Verurteilte, dessen vollständiger Name aufgrund österreichischer Privatsphärebestimmungen nicht veröffentlicht wird und der lediglich als Beran A. geführt wird, erhielt eine fünfzehnjährige Freiheitsstrafe. Das Urteil umfasst zudem diverse weitere Anklagepunkte im Zusammenhang mit extremistischer Gewaltbereitschaft, wie aus einem Bericht der BBC hervorgeht.

Die Ermittler griffen den jungen Mann auf, nachdem der amerikanische Auslandsgeheimdienst CIA einen entscheidenden Hinweis geliefert hatte. Dies geschah unmittelbar vor dem geplanten ersten von drei restlos ausgebuchten Auftritten der amerikanischen Popikone im Wiener Ernst-Happel-Stadion im Sommer 2024. Alle drei geplanten Shows wurden daraufhin kurzfristig abgesagt, was bei rund 200.000 Ticketinhabern und der Künstlerin selbst für große Enttäuschung sorgte.

Die Anklagebehörde legte dar, dass sich der Verurteilte einer radikalen Ideologie zugewandt hatte und einer terroristischen Vereinigung Treue geschworen hatte. Er habe versucht, auf illegalem Weg Schusswaffen und Sprengmittel zu erwerben, sei damit jedoch gescheitert.

Der forensische Psychiater Peter Hoffmann attestierte dem Angeklagten eine völlig unauffällige psychische Verfassung. Für seine Radikalisierung gebe es demnach "keinerlei psychiatrische Begründung".

Der Prozess fand vor einem Gericht in Wiener Neustadt statt. Ein weiterer Angeklagter, ein 21-jähriger Slowake namens Arda K., musste sich ebenfalls verantworten. Ihm wurde die Mitgliedschaft in einer terroristischen Zelle zur Last gelegt, jedoch nicht die Beteiligung an dem geplanten Anschlag auf das Musikereignis. Er wurde zu einer zwölfjährigen Haftstrafe verurteilt.

Unmittelbar vor der Urteilsfällung bat Beran A. vor den Richtern um Vergebung. Die Geschworenen zogen sich anschließend für mehrere Stunden zur Beratung zurück.

Die US-Musikerin äußerte sich nach der vereitelten Tat zu dem Vorfall. Sie gab an, durch die Ereignisse "neue Ängste" entwickelt zu haben. Die Konzertabsagen hätten bei ihr "enormes Schuldgefühl" ausgelöst. In einer Mitteilung an ihre Anhängerschaft betonte sie jedoch auch ihre Dankbarkeit gegenüber den Sicherheitsbehörden: Dank deren Einsatz sei nur der Ausfall von Veranstaltungen zu beklagen gewesen, nicht jedoch der Verlust menschlichen Lebens.

Source: Google News MT