Mutmaßlich massive Polizeigewalt in Wien vor Gericht
Ein Fall mutmaßlicher Polizeigewalt in Wien beschäftigt nun die Justiz. Ein Mann soll von Beamten geschlagen und anschließend im Anhaltezentrum stundenlang ignoriert worden sein, obwohl er offenbar einen Schlaganfall erlitten hatte.

Mutmaßlich massive Polizeigewalt in Wien vor Gericht
Vor einem Wiener Gericht wird derzeit ein Vorfall behandelt, bei dem Beamte im Verdacht stehen, einen Festgenommenen misshandelt und seine medizinische Notlage ignoriert zu haben.
Nach den Anschuldigungen soll der Betroffene nach seiner Festnahme in das Polizeianhaltezentrum (PAZ) an der Rossauer Lände verbracht worden sein. Dort wurde er in eine Zelle gesperrt. Trotz wiederholter Hinweise auf gesundheitliche Probleme soll niemand auf seine Hilferufe reagiert haben. Der Mann drückte dem Bericht zufolge den Notfallknopf im Haftraum, doch weder der Leiter der Aufnahmestelle noch der zuständige Posten schritten ein.
Laut Anklage wies der Festgehaltene Symptome auf, die typisch für einen Schlaganfall sind: herabhängende Mundwinkel, undeutliche Aussprache, Probleme beim Gehen und Störungen des Gleichgewichts. Zudem berichtete er von Doppelbildern und eingeschränktem Sehvermögen. Er bat die Beamten wiederholt, die Rettung zu alarmieren.
Stundenlang soll der Mann in der Zelle ohne Hilfe geblieben sein. Wie sich die Situation weiterentwickelte und welche gesundheitlichen Folgen der Vorfall nach sich zog, ist aus dem vorliegenden Bericht nicht ersichtlich. Die Gerichtsverhandlung soll nun Klarheit über die genauen Umstände bringen.
Quelle: NÖN.at
Source: Google News AT — Crime (de)