Salzburger Staatsschützer-Chef Angerer bleibt nach Gerichtsniederlage suspendiert

Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte die Suspendierung von LSE-Leiter Georg Angerer. Mobbing-Vorwürfe aus 37 Dienstposten stehen im Raum.

Salzburger Staatsschützer-Chef Angerer bleibt nach Gerichtsniederlage suspendiert

Bundesverwaltungsgericht bestätigt Suspendierung von LSE-Chef Angerer

Georg Angerer, Leiter des Landesamts für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) in Salzburg, bleibt weiterhin vom Dienst freigestellt. Das Bundesverwaltungsgericht wies seine Beschwerde gegen die Suspendierung ab, wie krone.at am Donnerstag berichtete. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.

Angerer hatte Mitte April Beschwerde gegen seine Suspendierung eingelegt. Hintergrund sind zahlreiche Beschwerden von Mitarbeitern, die sich gegen ihn gerichtet hatten. Im Kern dürfte es sich dabei um Mobbing-Vorwürfe handeln.

Die ersten schwerwiegenden Anschuldigungen wurden Ende Jänner öffentlich bekannt. Zunächst war lediglich von „dienstbetrieblichen Ungereimtheiten" die Rede. Im Verlauf der Ermittlungen weiteten sich die Vorwürfe bis hin zu strafrechtlich relevanten Vergehen aus.

Im LSE seien bei 37 Dienstposten entsprechende Sachverhalte vorgebracht worden, teilte die Landespolizeidirektion mit. Teile davon seien auch extern ärztlich geprüft worden. Zusätzlich zur internen Untersuchung befasst sich das Bundesamt für Korruptionsbekämpfung im Innenministerium mit den Anschuldigungen gegen den obersten Staatsschützer des Landes.

Source: Google News AT — Crime (de)