Künstler in Wien bei Aktion am Lueger-Denkmal antisemitisch attackiert

Bei einer Kunstperformance am umstrittenen Karl-Lueger-Monument in der Wiener Innenstadt wurde der Künstler Alon Ishay von einer Gruppe von Passanten beleidigt, bespuckt und körperlich angegriffen.

Künstler in Wien bei Aktion am Lueger-Denkmal antisemitisch attackiert

Künstler in Wien bei Aktion am Lueger-Denkmal antisemitisch attackiert

Bei einer öffentlichen Kunstperformance am Karl-Lueger-Monument in der Wiener Innenstadt ist es zu einer schweren Eskalation gekommen. Der an der Aktion beteiligte Künstler Alon Ishay, der jüdischen Glaubens ist, wurde von einer Gruppe von Passanten verbal attackiert, mit Spucke beschmutzt und physisch angegriffen. Die Vorfälle spielten sich am Tage ab.

Hintergrund war eine Intervention am umstrittenen Denkmal des früheren Wiener Bürgermeisters, die Ishay im Kontext eines Festivals der Universität für Angewandte Kunst durchführte. Dabei hatte er das Monument mit selbstklebenden Aufklebern versehen.

Dies führte zunächst zum Einsatz zahlreicher Polizeibeamter. Die Beamten dokumentierten mutmaßliche Beschädigungen am Denkmal und sicherten Spuren. Erst nach diesem polizeilichen Vorgehen richtete sich die Wut der Umstehenden gegen den Künstler persönlich.

Augenzeugen schilderten, dass die Täter den Betroffenen mit extrem judenfeindlichen Parolen beschimpften. Dabei fiel auch positive Erwähnung des NS-Diktators Adolf Hitler. Die Situation steigerte sich von verbaler Hetze zu körperlicher Gewalt und Spuckattacken.

Der Fall beleuchtet erneut die Kontroverse um das Lueger-Denkmal sowie das Problem offener Antisemitismus in der österreichischen Hauptstadt.

Quelle: Der Standard

Source: Der Standard