Österreichisches Gericht verlängert Untersuchungshaft von Slowaken im Babynahrungs-Erpressungsfall
Ein slowakischer Staatsangehöriger bleibt in Österreich in Haft. Das Gericht in Eisenstadt verlängerte seine Untersuchungshaft bis zum 17. August.

Österreichisches Gericht verlängert Untersuchungshaft von Slowaken im Babynahrungs-Erpressungsfall
Das Landesgericht in Eisenstadt hat die Untersuchungshaft eines slowakischen Staatsangehörigen bis zum 17. August verlängert. Die österreichische Polizei verdächtigt den Mann, mehrere Gläser Babynahrung in Österreich, Tschechien und der Slowakei vergiftet zu haben. Außerdem soll er den deutschen Lebensmittelhersteller HiPP erpresst haben.
Der Verdächtige wurde Anfang Mai festgenommen. Er hatte zuvor für das Unternehmen HiPP gearbeitet. In einem Erpresserbrief drohte er mit weiteren Angriffen in Deutschland, Frankreich, Spanien und den Niederlanden.
Bei einer Durchsuchung fanden die Ermittler Rattengift bei dem Mann. Eine Analyse ergab, dass das Gift dem in einer beschlagnahmten Babynahrung in Österreich verwendeten ähnlich war. Nach Einschätzung von Sachverständigen hätte die Menge des Giftes in der Nahrung das Leben nicht gefährdet, aber gesundheitliche Probleme verursachen können. Der Beschuldigte behauptet, das beschlagnahmte Gift zur Rattenbekämpfung auf einem Bauernhof in seiner slowakischen Heimat verwendet zu haben.
Der Slowake bestreitet, die Babynahrung vergiftet zu haben. Er behauptet auch, dass seine frühere Entlassung aus dem Unternehmen HiPP ihn nicht belastet habe. Die Anklage gegen ihn umfasst nicht nur Erpressung und schwere Körperverletzung, sondern auch Urkundenfälschung. Nach Angaben der Nachrichtenagentur APA hat der Mann zu den Fälschungsvorwürfen gestanden. Er soll Einkommensnachweise gefälscht haben, um hohe Kredite zu erhalten.
Quelle: Seznam Zprávy
Source: Google News CZ — Crime (cs)