FPÖ-Abgeordneter beschäftigte Identitären nach brutalem Überfall auf Taxifahrer als Mitarbeiter

Ein FPÖ-Parlamentarier stellte einen jungen Mann mit Verbindungen zur Identitären Bewegung als parlamentarischen Mitarbeiter ein, nachdem dieser mutmaßlich an einer gewalttätigen Attacke auf einen Taxilenker in Leoben beteiligt war.

FPÖ-Abgeordneter beschäftigte Identitären nach brutalem Überfall auf Taxifahrer als Mitarbeiter

FPÖ-Abgeordneter beschäftigte Identitären nach brutalem Überfall auf Taxifahrer als Mitarbeiter

Der steirische FPÖ-Abgeordnete Michael Oberlechner hat einen jungen Mann mit Verbindungen zur rechtsextremen Identitären Bewegung als parlamentarischen Mitarbeiter eingestellt. Dabei war dem Politiker bekannt, dass der Betreffende kurz zuvor mutmaßlich an einer heftigen Attacke auf einen Taxifahrer in Leoben beteiligt gewesen sein soll.

Der Vorfall ereignete sich am 20. Juni. Eine Gruppe junger Männer soll den Taxilenker attackiert, gewürgt und auch dann noch getreten haben, als dieser bereits am Boden lag. Der junge Mann, den Oberlechner anschließend als Mitarbeiter engagierte, soll Teil dieser Gruppe gewesen sein.

Der Fall sorgt für erheblichen Unmut innerhalb der FPÖ. Parteichef Herbert Kickl soll sich in einer internen Sitzung am Montag deutlich über die Personalie geäußert haben. Zuvor hatte FPÖ-Spitzenkandidat Martin Rosenkranz die Beschäftigung von Identitären als Mitarbeiter verteidigt.

Fast alle politischen Parteien zeigen sich inzwischen offen für Sicherheitschecks bei der Einstellung von Mitarbeitern in politischen Ämtern.

Quelle: Der Standard

Source: Der Standard