Innsbruck: 6000 Euro Geldstrafe nach Hitlergruß in Diskothek
Ein 33-jähriger Mann aus Tirol wurde wegen Wiederbetätigung verurteilt, nachdem er in einem Club den verbotenen Gruß gezeigt hatte. Bei ihm wurden 2,7 Promille festgestellt.

Innsbruck: 6000 Euro Geldstrafe nach Hitlergruß in Diskothek
Vor dem Landesgericht Innsbruck wurde am Freitag ein 33 Jahre alter Bauarbeiter aus Tirol wegen Wiederbetätigung zu einer Geldstrafe verurteilt. Die Hälfte der 6000 Euro wurde zur Bewährung ausgesetzt. Das Urteil kann noch angefochten werden.
Der Vorfall fand im August 2024 in einem Club der Tiroler Landeshauptstadt statt. Gegen Mitternacht, während des Schlusslieds, streckte der Beschuldigte seinen Arm zum verbotenen Gruß hoch. Eine Blutalkoholmessung ergab einen Wert von 2,7 Promille. Ein Gutachter stufte den Mann als weitgehend unzurechnungsfähig ein.
Ursprünglich warf die Anklage dem Tiroler auch fremdenfeindliche Schreier vor. Im Verhandlungssaal stellte sich jedoch heraus, dass diese von einer anderen Person stammten. Der Türsteher korrigierte seine frühere Aussage: Der Angeklagte habe zwar den Arm gehoben, die Parolen seien aber von einem anderen Gast gerufen worden. Die Ermittlungsbehörden suchen nun nach diesem weiteren Verdächtigen.
Die vorsitzende Richterin Helga Moser unterstrich in ihrer Begründung, dass solches Verhalten keinesfalls bagatellisiert werden dürfe. Der Verurteilte gab zu, sich an Details nicht mehr zu erinnern, wies aber fremdenfeindliche Einstellungen von sich.
Da der Mann zum Tatzeitpunkt stark alkoholisiert war, fand das Verfahren nicht vor einer Schwurgerichtskammer, sondern vor einer Einzelrichterin statt. Quelle: Kronen Zeitung
Source: Google News AT — Crime (de)