Innsbruck: 33-Jähriger nach Hitlergruß in Disko mit 6.000 Euro Strafe belegt
Ein Tiroler Bauarbeiter ist nach einer nächtlichen Eskapade in einem Innsbrucker Club wegen Wiederbetätigung zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

Innsbruck: 33-Jähriger nach Hitlergruß in Disko mit 6.000 Euro Strafe belegt
Vor dem Bezirksgericht Innsbruck wurde ein 33 Jahre alter Arbeiter aus Tirol am Freitag wegen Verstoßes gegen das Verbotsgesetz zu einer finanziellen Ahndung von 6.000 Euro verurteilt. Der Betrag wurde teilweise zur Bewährung ausgesetzt. Gegen das Urteil kann noch Rechtsmittel eingelegt werden.
Der Vorfall fand in einem Club in der Landeshauptstadt statt, als die Musik gegen Ende der Nacht verstummte. Der Mann soll bei einem Schlussstück die verbotene Geste des Deutschen Reiches gemacht haben. Zuerst hieß es auch, er hätte fremdenfeindliche und antisemitische Parolen ausgestoßen.
Im Verhandlungssaal kam jedoch ans Licht, dass die lautstarken Äußerungen von einer anderen Person im Lokal stammten. Der Sicherheitsmitarbeiter des Betriebs, der als Zeuge geladen war, korrigierte seine ursprüngliche Schilderung: Der Beschuldigte habe zwar die umstrittene Handbewegung ausgeführt, die Schmähungen jedoch seien von einem anderen Besucher gekommen. Die Ermittlungsbehörden suchen nun nach diesem weiteren Übeltäter, wie die vorsitzende Richterin Helga Moser mitteilte.
Der 33-Jährige gab vor Gericht zu, dass er sich an Details nur noch vage erinnere. Er bestritt jedoch, fremdenfeindliche Einstellungen zu haben. Zum Zeitpunkt der Tat wies er einen Alkoholspiegel von 2,7 Promille auf. Aufgrund dieses Rauschzustands wurde ihm die Zurechnungsfähigkeit abgesprochen, weshalb der Fall nicht vor Schwurgericht verhandelt wurde.
Die Richterin unterstrich in ihrer Begründung den ernsten Charakter der Tat: Solches Verhalten sei kein Kavaliersdelikt und absolut inakzeptabel.
Quelle: Kronen Zeitung
Source: Google News AT — Crime (de)