Wiederholungstäter verurteilt: Vergewaltigung in Wiener Innenstadt
Ein junger Mann aus Wien wurde wegen sexueller Gewalt an einer 19-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Die Tat erfolgte nur kurz nach einer früheren Verurteilung wegen eines ähnlichen Delikts.

Wiederholungstäter verurteilt: Vergewaltigung in Wiener Innenstadt
Vor dem Landesgericht Wien wurde ein 21-jähriger Mann aus der Bundeshauptstadt wegen schweren sexuellen Missbrauchs zu vier Jahren Haft verurteilt. Die Straftat geschah am 21. Dezember in einem Stiegenhaus nahe eines Nachtclubs im Stadtzentrum. Das Opfer, eine 19-Jährige, hatte den Täter kurz zuvor über ein soziales Netzwerk kennengelernt und seine Annäherungsversuche zunächst zurückgewiesen.
Im Club begegneten sich beide erneut. Der Verurteilte überredete die junge Frau, mit nach draußen zu gehen. In einem Treppenhaus kam es zur Tat, wobei das Opfer laut Aussage des Angeklagten Widerstand leistete und mehrfach "Nein" sagte. Unmittelbar danach begab sich die 19-Jährige in ein Krankenhaus, wo Beweismittel gesichert wurden. Spuren brachten die Ermittler direkt zum Mann.
Besonders problematisch aus Sicht des Gerichts: Ka einen Monat vor der Tat in Wien war derselbe Angeklagte am Landesgericht Korneuburg bereits wegen eines Sexualdelikts an einer 18-Jährigen rechtskräftig verurteilt worden. Für jene Tat in Gänserndorf erhielt er eine bedingte Strafe von einem halben Jahr, die nun nicht umgewandelt wurde.
Vor dem Senat zeigte sich der 21-Jährige wenig beeindruckt. Auf die Frage der Richterin, warum er die Tat beging, antwortete er nüchtern, es sei ein "Riesenfehler" gewesen. Ein Beisitzer attestierte ihm mangelnden Respekt vor der Selbstbestimmung von Frauen. Die Verteidigung hob hervor, dass das Geständnis dem Opfer eine Aussage vor Gericht erspart habe. Die verhängte Strafe liegt am unteren Rand des möglichen Rahmens.
Quelle: Kronen Zeitung
Source: Kronen Zeitung