93-Jähriger sprengt Haus in Wien: Neun Verletzte, Verdacht auf vorsätzliche Gasexplosion
Neun Menschen bei Explosion eines Einfamilienhauses im 21. Wiener Gemeindebezirk Floridsdorf verletzt. Die Polizei verdächtigt den 93-jährigen Hausbewohner, absichtlich an der Gasleitung manipuliert zu haben, um die Explosion auszulösen.

93-Jähriger sprengt Haus in Wien: Neun Verletzte, Verdacht auf vorsätzliche Gasexplosion
Ein Einfamilienhaus im 21. Wiener Gemeindebezirk Floridsdorf wurde kurz nach Mitternacht von Samstag auf Sonntag durch eine heftige Gasexplosion vollständig zerstört. Bei dem Vorfall wurden neun Personen verletzt, darunter eine 25-jährige Schwangere, wie der österreichische Sender ORF berichtet.
Die Detonation in der Karl-Benz-Weg riss das Gebäude komplett ein und beschädigte zahlreiche umliegende Häuser. Auch geparkte Autos und Glasflächen in der Nähe wurden durch die Druckwelle zerstört. Sechs Menschen erlitten leichtere Verletzungen, zwei weitere mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Unter den Verletzten befindet sich auch der 93-jährige Hausbewohner selbst, den Rettungskräfte mit Spezialkameras und Spürhunden aus den Trümmern im Keller bergen konnten. Er erlitt Verbrennungen zweiten Grades und wurde auf die Intensivstation verlegt.
Der Wiener Polizeisprecher Philipp Haßlinger teilte am Sonntag mit, dass die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl gegen den Rentner erlassen hat. Der Verdacht besteht, dass er absichtlich an den Gasleitungen manipulierte, um die Explosion herbeizuführen. „Im Laufe der Ermittlungen ergaben sich Hinweise, dass an den Gasleitungen im Einfamilienhaus manipuliert worden sein soll“, sagte Haßlinger.
Der Beschuldigte liegt unter Polizeibewachung im Krankenhaus. Er soll vernommen werden, sobald sein Gesundheitszustand dies erlaubt. Ihm wird vorgeworfen, vorsätzlich Menschen und Sachwerte in allgemeine Gefahr gebracht zu haben.
Laut Medienberichten lebte der 93-Jährige allein und war seit etwa zwei Jahren mit seinem Stiefsohn im Streit. Dieser habe ihn angeblich aufgefordert, das Haus zu verlassen und in ein Altenheim umzuziehen. Der Rentner besaß jedoch ein lebenslanges Wohnrecht und weigerte sich, die Wohnung zu räumen. Ein geplantes Gerichtsverfahren war für den 8. Juli anberaumt. Die genaue Ursache der Explosion wurde noch nicht offiziell bekanntgegeben, die Ermittlungen dauern an.
Source: Večernji list