Abgeschobene Ungarin kehrt sofort nach Graz zurück – Gericht verhängt Haftstrafe
Eine Frau mit Einreiseverbot fuhr kurz nach ihrer Abschiebung wieder in die Steiermark. Dort griff sie bei einer Fahrkartenkontrolle einen Mitarbeiter an. Ein Grazer Gericht verurteilte sie zu neun Monaten Freiheitsentzug.

Abgeschobene Ungarin kehrt sofort nach Graz zurück – Gericht verhängt Haftstrafe
Eine Frau aus Ungarn hielt sich über einen längeren Zeitraum trotz behördlicher Anordnung nicht in Österreich auf. Als Polizisten sie zur Grenze brachten, dauerte es nicht lange, bis sie wieder im Zug Richtung Steiermark saß.
In der Landeshauptstadt stieg sie in einen Bus, ohne einen Fahrschein gelöst zu haben. Bei der anschließenden Kontrolle stellten die Einsatzkräfte zudem einen deutlichen Alkoholgehalt bei ihr fest. Ein Mitarbeiter des Verkehrsunternehmens wurde laut Anklage von ihr mit der Faust geschlagen. Die Staatsanwaltschaft warf ihr daher tätlichen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie den Versuch einer schweren Körperverletzung vor.
Vor dem zuständigen Strafsenat in Graz legte die Beschuldigte ein Geständnis ab. Sie räumte ein, den Kontrolleur geschlagen zu haben, und bat um Verzeihung. Der Betroffene nahm die Entschuldigung an.
Die Richter verhängten eine Freiheitsstrafe von neun Monaten, von denen drei nicht zur Bewährung ausgesetzt wurden. Der vorsitzende Richter riet der Verurteilten, den Alkoholkonsum einzustellen. Aufenthaltsrechtliche Maßnahmen wie Bewährungshilfe oder eine Therapieanordnung scheiterten daran, dass die Frau Österreich nach ihrer Entlassung verlassen muss. Sie versicherte, nach der Haft direkt in ihre Heimat zurückzukehren.
Bericht der Kleinen Zeitung.
Source: Kleine Zeitung