Österreich bestellt russischen Botschafter wegen Cyber-Angriff auf Außenamt ein
Das österreichische Außenministerium hat den russischen Botschafter einbestellt. Anlass ist ein massiver Cyber-Angriff aus dem Jahr 2020, bei dem die Hacker-Gruppe Turla eine Rolle spielte.

Österreich bestellt russischen Botschafter wegen Cyber-Angriff auf Außenamt ein
Das österreichische Außenministerium hat den Botschafter der Russischen Föderation einbestellt. Hintergrund ist ein Cyber-Angriff auf das Außenamt, der im Jahr 2020 stattgefunden hat.
Wie das Ministerium gegenüber der Kleinen Zeitung bestätigte, steckte die russische Hacker-Gruppe Turla hinter der Attacke. Die Einbestellung des Diplomaten erfolgte als Reaktion auf diesen Vorfall.
Die Turla-Gruppe gilt als hochentwickeltes Cyber-Spionage-Netzwerk mit Verbindungen zum russischen Staat. Sie ist bereits für zahlreiche Angriffe auf Regierungseinrichtungen und diplomatische Ziele weltweit bekannt geworden.
Der Cyber-Angriff auf das österreichische Außenministerium gehört zu den schwerwiegendsten digitalen Spionagefällen, die Österreich in den vergangenen Jahren betroffen haben. Weitere Details zu den Auswirkungen oder möglicherweise entwendeten Daten wurden bislang nicht öffentlich gemacht.
Quelle: Kleine Zeitung
Source: Kleine Zeitung