Bankkunde durch Phishing um Zugangsdaten gebracht – Rechtsstreit um Haftung

Ein Bankkunde in Österreich fiel auf eine gefälschte E-Mail und einen folgenden Telefonanruf herein. Der Betrüger erlangte Zugang zu den Konten des Mannes. Nun streiten sich Bank und Kunde vor Gericht über die Haftung.

Bankkunde durch Phishing um Zugangsdaten gebracht – Rechtsstreit um Haftung

Bankkunde durch Phishing um Zugangsdaten gebracht – Rechtsstreit um Haftung

Ein Bankkunde in Österreich wurde Anfang 2023 Opfer eines raffinierten Phishing-Angriffs. Der Mann erhielt eine E-Mail, die täuschend echt im Namen seiner Bank verschickt worden war. In der Nachricht wurde ein angebliches Sicherheits-Update für die Banking-App angekündigt – samt Link zur Eingabe der persönlichen Zugangsdaten.

Der Kunde klickte auf den Link und gab seine privaten Login-Informationen preis. Noch am selben Tag meldete sich ein Mann bei ihm, der sich als Mitarbeiter des Geldinstituts ausgab. Der Betrüger behauptete, er müsse verdächtige Zahlungen stoppen, und überredete das Opfer dazu, ihm Zugang zu seinen Konten zu gewähren.

Nun steht die Frage im Raum, wer für den entstandenen Schaden haftet: die Bank oder der Kunde? Der Fall wird vor österreichischen Gerichten verhandelt. Die Entscheidung könnte wegweisend für die Abgrenzung der Verantwortung bei Cyber-Betrug sein.

Quelle: Der Standard

Source: Google News AT — Crime (de)