FPÖ-Langzeitfunktionär Schimanek nach Wiederbetätigungs-Urteil weiter in blauer Stelle

Der frühere Langenloiser Stadtrat René Schimanek wurde wegen NS-Wiederbetätigung rechtskräftig verurteilt. Trotzdem behält er einen Posten bei der FPÖ.

FPÖ-Langzeitfunktionär Schimanek nach Wiederbetätigungs-Urteil weiter in blauer Stelle

FPÖ-Langzeitfunktionär Schimanek nach Wiederbetätigungs-Urteil weiter in blauer Stelle

Der ehemalige Stadtrat von Langenlois, René Schimanek, wurde im März 2026 wegen NS-Wiederbetätigung rechtskräftig zu einem Jahr bedingter Haft verurteilt. Nach dem Urteil kündigte er noch im Kremser Gerichtsgebäude vor Journalisten an, aus der Partei auszutreten und sein Amt als Stadtrat niederzulegen. Doch seine Zugehörigkeit zur FPÖ endete damit nicht.

Bereits 2025 war Schimanek als Büroleiter des damaligen FPÖ-Spitzenkandidaten Walter Rosenkranz ausgeschieden. Seitdem bleibt er jedoch in der Partei beschäftigt. Während andere Funktionäre nach dem Urteil ihre Posten verloren, behielt Schimanek seine Anstellung. Die Partei versorgt ihn weiter mit einem blauen Job.

Die Verurteilung wegen Wiederbetätigung stellt auch für die FPÖ ein äußerliches Problem dar. Nach außen hin distanziert sich die Partei von rechtsextremen Positionen. Doch die weitere Beschäftigung eines rechtskräftig wegen NS-Verherrlichung verurteilten Mannes widerspricht dieser Darstellung.

Schimanek galt lange als enger Vertrauter in FPÖ-Kreisen. Sein Fall zeigt, wie die Partei mit internen Vorfällen umgeht, die öffentlich als Belastung wahrgenommen werden.

Quelle: Der Standard

Source: Der Standard