Russin wegen Scheinehe vor Basler Gericht – Lärmklage brachte Falschspiel ans Licht

Eine 40-jährige Russin steht in Basel vor Gericht, weil sie eine Scheinehe eingegangen war. Die Falschheit wurde durch eine Lärmklage des Nachbarn aufgedeckt.

Russin wegen Scheinehe vor Basler Gericht – Lärmklage brachte Falschspiel ans Licht

Russin wegen Scheinehe vor Basler Gericht – Lärmklage brachte Falschspiel ans Licht

Eine 40-jährige Staatsangehörige Russlands muss sich vor dem Basler Strafgericht wegen vorsätzlicher Eheschliessung zur Umgehung des Ausländerrechts verantworten. Die angebliche Ehe mit einem Schweizer Mann entpuppte sich als rein formaler Akt, um der Frau einen gesicherten Aufenthaltsstatus zu verschaffen.

Die Falschheit der Verbindung flog auf, weil ein Nachbar Lärm beschwerte. Bei der Klärung des Wohnungskonflikts stiessen Behörden auf Ungereimtheiten in der Lebensgemeinschaft. Die Ehefrau lebte offenbar nicht tatsächlich mit dem Ehemann zusammen; die Verbindung bestand nur auf dem Papier.

Scheinehen gelten als klassisches Mittel zur illegalen Einwanderung. Täter zahlen oft hohe Summen an Schweizer Staatsbürger, die bereit sind, eine fingierte Ehe einzugehen. Das Strafgesetzbuch sieht für derartige Täuschungshandlungen Freiheitsstrafen oder Geldstrafen vor.

Der Fall zeigt, wie alltägliche Nachbarschaftsstreitigkeiten manchmal komplexere kriminelle Strukturen aufdecken können. Die Staatsanwaltschaft Basel prüft, ob auch der Ehemann strafrechtlich verfolgt wird.

Quelle: bz Basel

Source: Google News CH — Crime (de)