Neue Strafuntersuchung gegen Waadtländer Staatsrätin Dittli eingeleitet
Der Generalstaatsanwalt des Kantons Waadt, Eric Kaltenrieder, hat eine zweite Strafuntersuchung gegen Staatsrätin Valérie Dittli eröffnet. Das Büro des Grossen Rates genehmigte das Verfahren aufgrund des Meylan-Berichts.

Neue Strafuntersuchung gegen Waadtländer Staatsrätin Dittli eingeleitet
Das Büro des Grossen Rates des Kantons Waadt hat eine neue Strafuntersuchung gegen Staatsrätin Valérie Dittli genehmigt. Generalstaatsanwalt Eric Kaltenrieder hatte um Aufhebung der Immunität der zentristischen Regierungsrätin ersucht, um ein weiteres Verfahren eröffnen zu können. Die Entscheidung fiel rund zwei Monate nach Veröffentlichung des Gutachtens des Experten Jean-François Meylan.
In einer Medienmitteilung hiess es, das Büro habe sich auf Grundlage des positiven Gutachtens des Generalstaatsanwalts sowie der Haltung von Dittli, die einer Untersuchung nicht widersprochen habe, für die Verfahrenseröffnung entschieden. Dies berichtete Le Temps.
Es handelt sich bereits um das zweite laufende Strafverfahren gegen die Ministerin. Bereits im Mai 2025 hatte Kaltenrieder den Studer-Bericht zur Annullierung von Steuerbescheiden geprüft. Im September 2025 wurde dann nach Zustimmung des Grossen Rates eine Untersuchung wegen Amtsanmassung eröffnet. Wenige Tage später stellte die Staatsanwaltschaft einen Teil des Dossiers – die Vorwürfe der Verletzung des Amtsgeheimnisses – ein, da die tatbestandlichen Merkmale nicht erfüllt schienen.
Source: Le Temps