Phishing-Welle bei Hotelbuchungen: Cybersicherheitsbehörde warnt vor neuer Betrugsmasche
Das Bacs registrierte im Mai einen sprunghaften Anstieg betrügerischer Nachrichten, die auf gestohlenen Reservierungsdaten basieren.

Phishing-Welle bei Hotelbuchungen: Cybersicherheitsbehörde warnt vor neuer Betrugsmasche
Die schweizerische Behörde für digitale Sicherheit hat im vergangenen Monat einen deutlichen Zuwachs an Fällen gemeldet, bei denen Kriminelle über WhatsApp oder andere Kanäle an Kreditkarteninformationen von Hotelgästen gelangen wollen. Im Mai gingen 23 Meldungen ein, im April waren es erst acht – ein Anstieg, der in den zurückliegenden Jahren nicht verzeichnet wurde.
Die Täter greifen auf Informationen zurück, die im April bei einem Vorfall bei der Reservierungsplattform Booking.com abgeflossen sind. Mit diesen Details über vergangene oder geplante Aufenthalte verschaffen sie ihren Nachrichten eine scheinbare Seriosität, die viele Empfänger täuscht.
Wie Nau.ch berichtet, nutzen die Kriminellen zwei verschiedene Ansätze. Bei der ersten Variante schreiben sie Gästen und behaupten, bei einer früheren Reservierung sei ein Fehler passiert und eine Erstattung stehe aus. Ein angehängter Link führt zunächst auf eine nachgemachte Twint-Seite und dann auf eine gefälschte Bank-Webseite, wo die Opfer aufgefordert werden, Kartendaten einzugeben.
Die zweite Variante zielt auf offene oder bevorstehende Buchungen ab. Hier drohen die Absender mit einer Stornierung, falls nicht sofort eine Verifizierung der Kreditkarte oder eine Anzahlung erfolgt. Auch hier leitet ein Link auf täuschend authentisch wirkende Phishing-Seiten.
Die Cybersicherheitsbehörde rät, bei unverlangten Nachrichten grundsätzlich skeptisch zu bleiben – auch wenn Absender korrekte Reservierungsangaben nennen. Man solle niemals auf Links klicken oder Kartendaten eingeben. Stattdessen empfehle sich der direkte Zugang über die offizielle App oder Webseite des Buchungsportals. Wer bereits Daten preisgegeben habe, solle die Karte sperren lassen und Strafanzeige erstatten.
Ereignisland: Schweiz (CH) Mutmassliche Täternationalität: xx
Source: Google News CH — Crime (de)