Grosseinsatz in Engi GL: 60-Jähriger in Gewahrsam, Waffen beschlagnahmt

Nach einer Bedrohungssituation in Engi GL rückte die Kantonspolizei Glarus am Montag mit rund 35 Einsatzkräften aus. Ein 60-jähriger Schweizer wurde in Gewahrsam genommen, mehrere Waffen wurden sichergestellt.

Grosseinsatz in Engi GL: 60-Jähriger in Gewahrsam, Waffen beschlagnahmt

Polizeigroßaufgebot im Sernftal: Mann festgenommen, Waffen sichergestellt

Nach einer Bedrohungssituation im Glarner Hinterland hat die Kantonspolizei Glarus am Montagnachmittag das Dorf Engi GL mit einem Grossaufgebot abgeriegelt. Wie 20 Minuten berichtet, waren insgesamt rund 35 Angehörige der Polizei und des Rettungsdienstes im Einsatz. Die Sernftalstrasse war zeitweise gesperrt.

Um 8.30 Uhr wurde die Kantonspolizei Glarus über die Bedrohungslage in Kenntnis gesetzt. «Nach einigen Abklärungen und der Einschätzung der Situation hat sich die Kantonspolizei Glarus kurz nach 15 Uhr dazu entschieden, mit einem Grossaufgebot nach Engi zu fahren», erklärte Mediensprecherin Michèle Stucki gegenüber 20 Minuten.

Bei der betroffenen Person handelt es sich um einen 60-jährigen Schweizer, der in Engi wohnhaft ist und mindestens zwei Hunde besitzt. Die Einsatzkräfte nahmen ihn in Gewahrsam; Verletzte gab es keine. Wie die Polizei am Dienstagnachmittag mitteilte, wurden beim Mann im Zuge der Ermittlungen mehrere Waffen beschlagnahmt.

Anwohnerinnen und Anwohner berichteten 20 Minuten von einem aussergewöhnlichen Bild: Spezialfahrzeuge und bewaffnete Polizisten hätten das kleine Dorf bevölkert. «Es war wie im Wilden Westen», sagte eine Einwohnerin. Die Fahrzeuge stammten unter anderem aus Basel und Graubünden. Ein gepanzertes Fahrzeug, das beim Einsatz vor Ort war, ist laut 20 Minuten ein gepanzertes Mannschaftstransportfahrzeug (GMTF) der Schweizer Armee, welches der Polizei zur Verfügung steht.

Neben regulären Kräften waren eine Interventionseinheit des Kompetenzzentrums Süd, dem die Kantonspolizei Glarus angehört, sowie eine Verhandlungsgruppe der Kantonspolizei im Einsatz. Ob die Hunde des Mannes in einem Zusammenhang mit der Bedrohungssituation standen, gab die Polizei auf Anfrage nicht bekannt.

Die Kantonspolizei Glarus führt die Ermittlungen zum Sachverhalt in Zusammenarbeit mit der Staats- und Jugendanwaltschaft des Kantons Glarus weiter.

Source: 20 Minuten