Polizeimeldungen Zürich: Festnahmen, Schuss, Brand und tödlicher Unfall
Die Kantonspolizei Zürich meldet mehrere schwere Vorfälle: drei Festnahmen nach Angriff, ein Schussopfer in Wallisellen und ein tödlicher Lieferwagenunfall im Stadtkreis 10.

Krypto-Wallet auf den Seychellen eingefroren – Romance-Scam-Opfer erhält Geld zurück
Wie die NZZ berichtet, ist Zürcher Ermittlern ein seltener Erfolg gelungen: Vermögenswerte krimineller Herkunft wurden auf einem Krypto-Wallet bei einer Handelsplattform auf den Seychellen sichergestellt. Darunter befanden sich auch Gelder, die einer Frau aus dem Bezirk Winterthur durch einen Romance-Scam gestohlen worden waren – ihr konnte das Geld zurückerstattet werden. Die Kantonspolizei Zürich und die Staatsanwaltschaft informierten gemeinsam in einer Mitteilung vom Dienstag, 26. Mai.
Den Ausgangspunkt bildete eine Strafanzeige der Frau im Januar 2025. Kriminelle hatten sie über gefälschte Profile auf Dating-Plattformen kontaktiert, ihr Vertrauen gewonnen und sie schliesslich um knapp 200 000 Franken gebracht. Die Ermittler verfolgten die Geldspur und stiessen dabei auf ein Krypto-Wallet, auf dem weitere mutmasslich deliktische Summen lagen.
Im November 2025 wurde das Wallet mit Vermögenswerten von über 800 000 Franken bei der Seychellen-Handelsplattform eingefroren. Das Geld wurde inzwischen auf ein Behörden-Wallet übertragen und beschlagnahmt.
Drei Festnahmen nach Angriff auf Afghanen an der Schipfe
Am Sonntag, 25. Mai, hat die Kantonspolizei Zürich drei Schweizer Männer festgenommen, die in der Nacht zuvor einen 21-jährigen Afghanen schwer verletzt haben sollen. Das teilte die Kantonspolizei am Montag mit.
Die Tatverdächtigen – einer 20-jährig, zwei weitere 21-jährig – sollen den Mann an der Schipfe im Kreis 1 nach einer Auseinandersetzung angegriffen und ihm schwere Kopfverletzungen zugefügt haben. Festgenommen wurden sie am Sonntagmittag und Sonntagabend in Glattbrugg. Der genaue Tathergang ist Gegenstand laufender Ermittlungen. Die drei Männer wurden der Staatsanwaltschaft für schwere Gewaltkriminalität übergeben.
Schussabgabe in Wallisellen: 24-jähriger Syrer schwer verletzt
In der Nacht vom Freitag auf Samstag, 23. Mai, wurde in Wallisellen ein 24-jähriger Syrer durch einen Schuss schwer verletzt. Der Rettungsdienst und ein Notarzt versorgten den Mann bei der Hertistrasse medizinisch und transportierten ihn mit einem Rettungswagen in ein Spital, wie die Kantonspolizei mitteilte.
Die unbekannte Täterschaft flüchtete gemäss ersten Ermittlungen in einem Personenwagen in unbekannte Richtung. Die Fahndung dauert an. Der genaue Tathergang wird durch die Kantonspolizei Zürich und die Staatsanwaltschaft weiter untersucht.
Wohnungsbrand im Kreis 3: Rund dreissig Personen evakuiert
Kurz nach 2 Uhr in der Nacht auf Samstag brach in einem Mehrfamilienhaus im Kreis 3 ein Brand aus. Die Berufsfeuerwehr evakuierte rund dreissig Personen, teils mit Fluchthaube und über die Autodrehleiter. Zwei Personen wurden nach medizinischer Erstversorgung ins Spital eingewiesen.
Eine Wohnung stand bei Eintreffen der Einsatzkräfte bereits in Vollbrand. Die Flammen griffen auf den darüberliegenden Balkon über, Rauch zog über das Treppenhaus in mehrere Wohnungen. Die Berufsfeuerwehr legte eine Löschleitung über den Balkon und konnte das Feuer rasch unter Kontrolle bringen. Die Nachlöscharbeiten gestalteten sich aufwendig, da sich der Rauch weitläufig verteilt hatte.
Zwei Jungfüchse im Motorraum – Polizisten bringen sie sicher nach Hause
Am Mittwoch entdeckte eine Frau im Parkhaus Neuwiesen in Winterthur zwei Jungfüchse im Motorraum ihres Fahrzeugs. Zwei Polizisten rückten aus und stellten fest, dass die Tiere vermutlich über den Radkasten dorthin gelangt waren – und die Fahrt unversehrt überstanden hatten. Das schreibt die Stadtpolizei Winterthur in einer Mitteilung vom Freitag.
Da eine Befreiung im Parkhaus zu gefährlich gewesen wäre, fuhren die Einsatzkräfte mit der Fahrzeughalterin vorsichtig zu deren Wohnort. Dort versuchten sie mit Wasser, die Füchse zum Verlassen des Fahrzeugs zu bewegen. Einer flüchtete rasch, der zweite blieb zunächst verängstigt im Auto. Einige Zeit später verliess auch er das Fahrzeug selbständig.
Führerloser Lieferwagen tötet Fussgängerin im Kreis 10
Am Donnerstagnachmittag ereignete sich im Zürcher Stadtkreis 10 ein tödlicher Unfall. Um 13 Uhr rollte ein Lieferwagen aus bisher ungeklärten Gründen von der Verzweigung Michelstrasse/Engadinerweg in Richtung Regensdorferstrasse ab. Nach mehreren Metern erfasste das führerlose Fahrzeug eine Fussgängerin auf dem Trottoir.
Die Rentnerin wurde von Schutz und Rettung mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins Spital gebracht, wo sie am Abend ihren Verletzungen erlag. Das teilte die Stadtpolizei Zürich am Freitag mit.
Source: NZZ