Jugendlicher Straftäter greift Sicherheitschef im MZU Uitikon an
Ein junger Straftäter aus Afghanistan hat im Massnahmenzentrum Uitikon den Sicherheitschef mit Kopf- und Faustschlag angegriffen. Der 62-Jährige musste das Zentrum wegen Invalidität verlassen.
Jugendlicher Straftäter greift Sicherheitschef im MZU Uitikon an
Im November 2024 kam es im Massnahmenzentrum Uitikon (MZU) zu einem heftigen Angriff auf den Sicherheitschef. Ein junger Straftäter aus Afghanistan schlug dem 62-jährigen Mann mit dem Kopf ins Gesicht und brach ihm die Nase. Anschliessend verpasste er ihm noch einen Schlag mit der Faust. Der Chef der Sicherheitsdiensts stürzte blutend zu Boden, konnte den Angreifer aber zusammen mit zwei Kollegen überwältigen und festhalten.
Die Jugendanwaltschaft hat mittlerweile Anklage gegen den Täter erhoben. Für den Sicherheitschef hatte der Vorfall dramatische Konsequenzen: Im Mai 2026 musste er das Zentrum aus gesundheitlichen Gründen verlassen. Seit der Attacke plagten ihn laut einem Bericht des Schweizer Fernsehens (SRF) immer wieder starke Kopfschmerzen und Schwindel.
Mehrere Angestellte äusserten im SRF-Beitrag Kritik an den Arbeitsbedingungen im MZU und an der Führung. Der Sicherheitschef soll bereits vor dem Übergriff vor dem jugendlichen Täter gewarnt haben. Zudem leide die Einrichtung unter Sicherheitsmängeln und Personalknappheit.
Das zuständige Amt für Justizvollzug und Wiedereingliederung wies diese Vorwürfe zurück. Das Zentrum sei gesetzlich dazu verpflichtet, auch schwierige Klienten aufzunehmen. Es sei eines von drei solcher Einrichtungen in der Deutschschweiz für gewaltbereite junge Straftäter. Die nötige Infrastruktur und qualifiziertes Personal seien vorhanden. Die Personalfluktuation liege im normalen Bereich. Lediglich im zweiten Quartal 2025 habe es wegen mehrerer Krankheitsfälle einen Engpass gegeben.
Quelle: NZZ
Source: NZZ