Luzerner Ehepaar schweigt vor Kriminalgericht – Vorwurf der Tierquälerei

Ein 66-jähriger Mann und seine 62-jährige Frau weigerten sich vor dem Kriminalgericht Luzern, Fragen zu beantworten. Ihnen wird vorgeworfen, Rinder unter qualvollen Umständen gehalten zu haben.

Luzerner Ehepaar schweigt vor Kriminalgericht – Vorwurf der Tierquälerei

Luzerner Ehepaar schweigt vor Kriminalgericht – Vorwurf der Tierquälerei

Vor dem Kriminalgericht Luzern hat ein Ehepaar am Mittwoch sämtliche Auskünfte verweigert. Dem 66-jährigen Mann und seiner 62-jährigen Frau wird zur Last gelegt, Kühe unter bedrängenden Bedingungen untergebracht zu haben. Dies berichtet der Sarganserländer.

Auf jede Anfrage der Richter antwortete der ältere Beschuldigte mit den Worten: „Keine Aussage“. Selbst als ihm Fotos und Videoaufnahmen vorgelegt wurden, die angeblich die Zustände in den Ställen zeigen, blieb er stumm. Er verwies lediglich auf das Plädoyer, das seiner Meinung nach alles klären würde.

Im Laufe der Verhandlung verlor der Angeklagte zunehmend die Geduld. Gelegentlich entlockte ihm eine Frage eine Bemerkung, die er jedoch stets sofort mit einem erneuten „keine Aussage“ zurücknahm. „Langsam koche ich“, ließ er einmal durchblicken. Einzige Ausnahme: Anfragen des Verteidigers seiner Ehegattin, die ihn entlasteten, beantwortete er.

Auch die Frau lehnte jede Stellungnahme gegenüber dem Gericht ab. Auf eine einzige Frage ihres Anwalts erwiderte sie, sie sei Hausfrau gewesen und habe sich um Arbeiten rund um den Hof gekümmert.

Die Anklage wirft dem Paar vor, die Tiere über längere Zeit in unzumutbaren Verhältnissen gehalten zu haben.

Source: Google News CH — Crime (de)