Lebenslange Freiheitsstrafe für Tötung der Partnerin in Vevey
Ein Mann aus dem Kosovo muss nach der Ermordung seiner Lebensgefährtin in Vevey zwei Jahrzehnte ins Gefängnis. Das Bezirksgericht verhängte zudem eine therapeutische Unterbringung und die Landesverweisung.

Zwei Jahrzehnte Haft nach Tötung der Partnerin in Vevey
Ein 38-jähriger Mann mit kosovarischem Pass ist vom Bezirksgericht Vevey wegen der Tötung seiner Lebensgefährtin zu einer Freiheitsstrafe von 20 Jahren verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte eine solche Strafe beantragt, welche die Richter nun vollumfänglich anerkannten.
Die Bluttat geschah im Frühling 2023 in der Waadtländer Stadt. Der Beschuldigte, der seinen Wohnsitz in Deutschland hatte, war kurz zuvor zu Besuch bei der 38-jährigen Frau eingetroffen. Seit etwa drei Jahren führten die beiden eine Beziehung auf Distanz. Nach heftigen Auseinandersetzungen griff der Angeklagte zu einer verbotenen Waffe – einem Schlagring mit eingebauter Klinge – und tötete die Frau durch mehrere Stiche. Zusätzlich zum Mord sprach das Gericht einen Verstoss gegen das Waffengesetz aus.
Laut Urteil war die Partnerschaft von Kontrollzwang und Eifersucht geprägt. Die Richter warfen dem Verurteilten vor, die Beziehung um jeden Preis beherrschen zu wollen – selbst auf Kosten des Lebens der Frau. Dieses Machtmotiv sei charakteristisch für Femizide.
Neben der Haft verfügte das Tribunal eine stationäre Therapie sowie die Ausweisung aus der Eidgenossenschaft. Während der Verkündung der Entscheidung, die ins Albanische dolmetscht wurde, blieb der Verurteilte regungslos.
Quelle: Watson
Source: Google News CH — Crime (de)