Zwanzig Jahre Haft für Tötung der Partnerin in Vevey
Ein aus dem Kosovo stammender Mann, der in Deutschland lebte, muss für den Tod seiner Lebensgefährtin in Vevey zwei Jahrzehnte ins Gefängnis. Das Waadtländer Bezirksgericht sprach zudem eine Landesverweisung aus.
Zwanzig Jahre Haft für Tötung der Partnerin in Vevey
Ein Mann mit kosovarischem Pass, der seinen Wohnsitz in Deutschland hatte, ist vom Bezirksgericht Waadt wegen der Tötung seiner Lebensgefährtin zu einer Gefängnisstrafe von zwanzig Jahren verurteilt worden. Die Anklagebehörde hatte genau diese Strafe beantragt, wie Watson berichtet.
Die Richter verfügten über die Haftzeit hinaus, dass der Verurteilte sich einer stationären Behandlung unterziehen und die Schweiz für immer verlassen muss. Als das Urteil in seine Muttersprache übertragen verlesen wurde, blieb der Angeklagte völlig regungslos.
Der vorsitzende Richter Franz Moos wies auf die ausserordentliche Brutalität der Tat hin. Der Täter habe ein selbstsüchtiges Verhalten an den Tag gelegt, indem er seine Macht über das Opfer selbst mit deren Tod festigen wollte – ein Muster, das häufig bei Femiziden zu beobachten sei.
Die Gewalttat geschah im Frühling 2023. Seit etwa drei Jahren führte der Verurteilte eine Beziehung auf Distanz mit der damals 38-jährigen Frau. Kurz vor der Tat war er zu einem Besuch bei ihr in Vevey angekommen. Die Verbindung galt als belastet, geprägt von Eifersucht und dem Kontrollbedürfnis des Mannes.
Im Verlauf eines heftigen Streits griff der Angeklagte zu einem verbotenen Schlagring mit eingebauter Klinge und fügte der Frau mehrere Stichverletzungen zu. Zusätzlich wurde er wegen des illegalen Waffenbesitzes schuldig gesprochen.
Source: Google News CH — Crime (de)