Razzia gegen mutmasslichen Drogenring: Drei Festnahmen in sechs Kantonen
Die Waadtländer Kantonspolizei hat am 28. April einen mutmasslichen Drogenhändlerring ausgehoben. Drei Verdächtige wurden in Untersuchungshaft genommen, Vermögenswerte in Millionenhöhe beschlagnahmt.

Koordinierte Razzia in sechs Kantonen und drei Ländern
Wie srf.ch berichtet, hat die Kantonspolizei Waadt am 28. April eine koordinierte Aktion gegen einen mutmasslichen Drogenhändlerring durchgeführt. Die Ermittlungen wegen Verdachts auf Geldwäsche liefen zuvor mehrere Jahre lang – in enger Zusammenarbeit mit der Waadtländer Staatsanwaltschaft.
Die Aktion erstreckte sich gleichzeitig auf die Kantone Waadt, Bern, Solothurn, Zürich, St. Gallen und Luzern sowie auf Nigeria, Frankreich und Griechenland. Unterstützung leisteten das Bundesamt für Polizei (Fedpol) und das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG).
Allein im Kanton Waadt standen mehr als fünfzig Polizistinnen und Polizisten im Einsatz. Dort wurden drei Verdächtige festgenommen: Zwei von ihnen wohnen im Kanton Bern, eine weitere Person im Kanton Waadt. Alle drei befinden sich in Untersuchungshaft; für sie gilt die Unschuldsvermutung.
Durchsucht wurden Wohnungen der Beschuldigten sowie Geldtransferagenturen in Lausanne, Bern und Luzern. Dabei stellten die Behörden Computer und Mobiltelefone sicher. Zudem wurden Vermögenswerte im Umfang von mehreren hunderttausend Franken konfisziert, die mutmasslich aus kriminellen Aktivitäten stammen.
In Zürich richtete sich die Aktion gegen einen Finanzdienstleister, der laut Staatsanwaltschaft über Jahre hinweg illegale Gelder in Millionenhöhe – darunter Erträge aus dem Drogenhandel – ins Ausland transferiert haben soll.
In Nigeria beschlagnahmten die dortigen Behörden Immobilien und Vermögenswerte. Ein Polizist und eine Buchhaltungsanalystin der Waadtländer Polizei nahmen in Nigeria an der Einvernahme einer Person teil, die der Beihilfe verdächtigt wird, und führten gemeinsam mit den nigerianischen Behörden Ermittlungsmassnahmen durch.
Zu den genauen Massnahmen machte die Polizei keine weiteren Angaben, um den Fortgang der Untersuchung nicht zu gefährden. Die Ermittlungen werden fortgesetzt.
Source: Google News CH — Crime (de)