Prozess in Bülach: Mann soll schwangere Lebensgefährtin misshandelt haben
Vor dem Bezirksgericht Bülach muss sich ein 31-Jähriger wegen schwerer Gewalt gegen seine damalige Partnerin verantworten. Die Übergriffe ereigneten sich während der Schwangerschaft der Frau.

Prozess in Bülach: Mann soll schwangere Lebensgefährtin misshandelt haben
Seit Dienstag verhandelt das Bezirksgericht Bülach gegen einen 31-jährigen Angeklagten. Ihm wird vorgeworfen, seine damalige Lebensgefährtin während der Schwangerschaft mehrfach schwer misshandelt zu haben. Die Vorwürfe umfassen lebensgefährdende Gewalt, sexuelle Zwangshandlungen, wiederholte Körperverletzung sowie Bedrohung.
Die mutmasslichen Straftaten fielen in den Zeitraum zwischen September 2022 und März 2024. Sie ereigneten sich in einer gemeinsamen Wohnung in Glattbrugg sowie im Urlaub. Laut Anklage soll der Mann seine Freundin mehrmals an der Kehle gepackt und so lange zugedrückt haben, bis sie ohnmächtig wurde.
In einem Fall soll er die Frau im sechsten Schwangerschaftsmonat derart heftig geschlagen haben, dass eine Rippe brach. Ausserdem soll er eine Fernbedienung gegen ihren Bauch geschleudert haben. Dieser Wurf habe dazu geführt, dass die Fruchtblase platzte und das Baby einen Monat vor dem errechneten Termin geboren werden musste.
Im März 2024 soll der Beschuldigte seine Partnerin zudem unter Gewaltandrohung zu sexuellen Handlungen gezwungen haben.
Die Anklagebehörde beantragt eine Haftstrafe von zweieinhalb Jahren. Davon sollen ein halbes Jahr definitiv hinter Gittern verbüsst werden, während der Rest für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wird. Zusätzlich soll der Verurteilte an einem Programm zur Bekämpfung von Partnerschaftsgewalt teilnehmen. Eine Ausweisung wird nicht gefordert.
Quelle: Watson
Source: Google News CH — Crime (de)