Erneuter Vorfall an Schule in Reute AR: Schüler in Linienbus angegriffen

In Reute wurde ein Schüler am Dienstag in einem öffentlichen Bus von einem Mann geschubst. Die Primarschule warnte die Eltern umgehend.

Erneuter Vorfall an Schule in Reute AR: Schüler in Linienbus angegriffen

Erneuter Vorfall an Schule in Reute AR: Schüler in Linienbus angegriffen

Am Dienstagvormittag ereignete sich in Reute im Kanton Appenzell Ausserrhoden ein neuer Zwischenfall rund um die örtliche Primarschule. Ein minderjähriger Schüler wurde in einem öffentlichen Verkehrsmittel von einem erwachsenen Mann geschubst. Die Schulleitung benachrichtigte die Eltern noch am selben Tag schriftlich über den Vorfall.

Laut einem Bericht der Appenzeller Zeitung bestätigt ein Sprecher der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden den Einsatz. Eine Streife sei zum Ort gerufen worden und habe dort eine Person kontaktiert. Ob es sich bei diesem Mann um jenen handelt, der bereits im Winter für Unruhe gesorgt hatte, liess der Polizeisprecher offen. Er führte aus, dass – sofern überhaupt – lediglich eine Tätlichkeit vorliege. Da dies eine Straftat sei, die nur auf Antrag verfolgt werde, könne die Polizei ohne Anzeige nicht eingreifen. Bisher habe niemand Strafanzeige erstattet.

Ein Boulevardmedium behauptet, der betreffende Mann sei derselbe, der im Januar einen anderen Vater, eine Lehrkraft sowie mehrere Kinder eingeschüchtert haben soll. Damals war die Schule vor den Ferien vorübergehend dichtgemacht worden, nachdem zahlreiche Eltern mitgeteilt hatten, ihre Kinder fühlten sich bedroht. Im aktuellen Rundschreiben an die Eltern, das jene Zeitung veröffentlichte, gibt die Schule an, es handle sich um dieselbe Person. Die Gemeindechefin habe daraufhin ein Betretungsverbot für das Schulhaus und das dazugehörige Areal erlassen. Eltern werden gebeten, sofort die Einsatzkräfte zu alarmieren, falls sie den Mann in der Nähe der Bildungseinrichtung bemerken.

Nach den Geschehnissen im Januar waren zunächst mündliche und später schriftliche Absprachen mit dem betreffenden Vater getroffen worden. Die Gemeindepräsidentin hatte damals betont, man wolle den regulären Unterricht gewährleisten. Die Kantonspolizei führt nach Angaben ihres Sprechers normale Streifenfahrten in der Region durch. Eine verstärkte Präsenz sei jedoch nicht vereinbart worden.

Source: Google News CH — Crime (de)