Zermatt: 28-Jähriger nach Velostreit mit Hammer verurteilt

Ein Italiener griff in Zermatt einen Mann mit einem Hammer an, nachdem ein Streit über ein vermeintlich gestohlenes Fahrrad eskaliert war. Das Bezirksgericht Visp verhängte eine bedingte Haftstrafe.

Zermatt: 28-Jähriger nach Velostreit mit Hammer verurteilt

Das Bezirksgericht Visp hat einen 28-jährigen Mann aus Italien wegen eines gewaltsamen Zwischenfalls im Walliser Ferienort zu einer Haftstrafe von 17 Monaten auf Bewährung sowie zu fünf Jahren Landesverweis verurteilt. Die Richter sprachen ihn der versuchten schweren Körperverletzung und der Sachbeschädigung für schuldig. Die Informationen stammen von der Nachrichtenplattform Pomona, zitiert durch Blick.

Der Konflikt spielte sich an einem Sonntagabend im März des Vorjahres ab. Zusammen mit einem Begleiter hatte der Verurteilte bereits am Nachmittag ein vermeintlich entwendetes Zweirad einer Arbeitskollegin an einem Mehrfamilienhaus lokalisiert. Gegen kurz nach sieben Uhr abends kehrten die beiden zum Fundort zurück. Der Italiener versuchte daraufhin, das Fahrradschloss mit einem Vorschlaghammer zu knacken.

Als eine Nachbarin gemeinsam mit ihrem Partner eingriff, spitzte sich die Lage dramatisch zu. Der Partner wollte die Polizei alarmieren, was den Angeklagten laut Anklagebehörde zunehmend erregte. Er soll das Werkzeug ergriffen und auf den Schädel des Ehemannes geschwungen haben. Dieser konnte den Hieb jedoch abblocken.

Bei der späteren Festnahme stellten die Beamten fest, dass der Täter alkoholisiert war. Der Verurteilte, der bei der Verhandlung am Dienstag nicht persönlich anwesend war, wies die Tatvorwürfe zurück. Ob gegen das noch nicht rechtskräftige Urteil Berufung eingelegt wird, bleibt unklar. Seine Anwältin prüft mit ihm die nächsten Schritte.

Quelle: Blick

Source: Blick