Lombardie will sich im Crans-Montana-Verfahren als Zivilpartei beteiligen

Die italienische Region Lombardei hat ein Gesuch eingereicht, um im Strafverfahren zum Brand im Crans-Montana-Hotel Constellation als Zivilpartei anerkannt zu werden.

Lombardie will sich im Crans-Montana-Verfahren als Zivilpartei beteiligen

Lombardie will sich im Crans-Montana-Verfahren als Zivilpartei beteiligen

Die Region Lombardei hat ein Gesuch eingereicht, um im Strafverfahren zum Brand im Hotel Constellation in Crans-Montana als Zivilpartei anerkannt zu werden. Dies berichtet Le Temps. Die Behörden in Mailand erklären, sie wollten an der Klärung der strafrechtlichen Verantwortlichkeiten mitwirken und Schadenersatz für finanzielle sowie nicht-finnanzielle Schäden erhalten, die "der Institution und der lombardischen Gemeinschaft" entstanden seien.

Als Begründung führen sie an, dass es Opfer aus der Region gebe und dass elf Patienten im Mailänder Krankenhaus Niguarda behandelt worden seien. Der Brand am 1. Januar habe einen "direkten und greifbaren Schaden" verursacht, mit sozialen, wirtschaftlichen und institutionellen Folgen.

Die Chancen auf Anerkennung als Zivilpartei dürften gering sein. Das Schweizerische Strafprozessrecht sieht vor, dass der Status des Geschädigten nur Personen zusteht, deren Rechte "direkt" durch eine Straftat verletzt wurden. Geschwister von Opfern wurden bereits abgewiesen. Auch Italien hat Ende April ein ähnliches Gesuch ans Walliser Staatsanwaltschaft gerichtet, das bislang nicht entschieden ist. Der italienische Anwalt Romain Jordan erklärte, das Gesuch sei "logischerweise noch nicht angefochten" worden – was bedeutet, dass es auch noch nicht abgelehnt wurde.

Das Feuer im Hotel Constellation ereignete sich am 1. Januar und forderte mehrere Todesopfer. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen.

Source: Le Temps