Zwei 17-jährige Franzosen für 14 Autogaragen-Einbrüche in der Schweiz verantwortlich

Die Berner Kantonspolizei hat zwei minderjährige Franzosen gefasst, die für 14 Einbrüche in Autogaragen verantwortlich sind. Deliktsgut: rund 450'000 Franken.

Zwei 17-jährige Franzosen für 14 Autogaragen-Einbrüche in der Schweiz verantwortlich

Berner Polizei fasst minderjährige Autodiebe – Deliktsgut von 450'000 Franken

Wie aargauerzeitung.ch berichtet, haben die Berner Kantonspolizei und die Berner Jugendanwaltschaft am Donnerstag die Festnahme von zwei 17-jährigen Franzosen bekanntgegeben, denen insgesamt 14 Einbrüche – vorwiegend in Autogaragen – zur Last gelegt werden.

Die Einbruchsserie begann im November 2025. Die beiden Jugendlichen sollen zwischen November 2025 und Februar 2026 in den Kantonen Bern, Zug und Wallis aktiv gewesen sein. Zweimal entkamen sie mit gestohlenen Luxusautos über die Grenze nach Frankreich. Das Deliktsgut beläuft sich auf rund 450'000 Franken, der Sachschaden auf 90'000 Franken.

Aufgeflogen sind die Täter bei zwei konkreten Einsätzen: zunächst bei einem Einbruch in eine Autogarage in Wynigen, dann bei einem weiteren in Meiringen. Beide Male unterbrach eine Patrouille der Kantonspolizei die Tat und nahm mehrere Personen fest. Die beiden minderjährigen Verdächtigen sind zum Teil geständig und mittlerweile aus der Untersuchungshaft entlassen worden.

Der Fall steht nicht für sich. Seit Anfang 2025 hat das Bundesamt für Polizei (Fedpol) mindestens 435 Einbrüche oder Einbruchsversuche in Autogaragen in der ganzen Schweiz registriert – allein in diesem Jahr bereits 116 Fälle. Angesichts dieser Entwicklung haben Bund und Kantone im April eine nationale Taskforce eingerichtet. «Der Fokus liegt dabei ausdrücklich auf der Identifikation, Aufklärung und Zerschlagung der dahinterstehenden Täterstrukturen und Organisatoren», so das Fedpol, das in der Taskforce eine koordinierende Rolle übernimmt.

Bei den Tätern handelt es sich laut den Ermittlern überwiegend um perspektivlose, häufig minderjährige Franzosen aus den Vorstädten. Hintermänner rekrutieren sie über soziale Medien und bieten zwischen 500 und 10'000 Euro pro Einsatz. Wiederholt kam es dabei zu gefährlichen Verfolgungsjagden und Unfällen.

Erste Fahndungserfolge zeichnen sich ab. Die Kantonspolizei St. Gallen etwa registrierte von Anfang Jahr bis Anfang April 36 Garageneinbrüche und nahm 28 Personen meist unmittelbar nach der Tat fest. Die Berner Fälle zeigen, dass die koordinierten Ermittlungen zunehmend greifen – auch wenn die Einbruchsserie schweizweit anhält.

Source: Google News CH — Crime (de)