Winterthurer Präventionsstelle verzeichnet deutlich mehr Polizeieinsätze

Die Fachstelle für Extremismus und Gewaltprävention in Winterthur hat 2024 viermal so häufig wie im Vorjahr die Sicherheitsbehörden hinzugezogen.

Winterthurer Präventionsstelle verzeichnet deutlich mehr Polizeieinsätze

Winterthurer Präventionsstelle verzeichnet deutlich mehr Polizeieinsätze

Im Jahr 2024 wandte sich die Fachstelle für Extremismus und Gewaltprävention (FSEG) in Winterthur in dreizehn Fällen an die Stadtpolizei. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es lediglich drei solcher Vorfälle gewesen.

Der aktuelle Jahresbericht der Einrichtung wurde am Montag vorgestellt. Darin äussert sich Stadtrat Nicolas Galladé (SP) zu den Herausforderungen der Präventionsarbeit. Er verweist auf die Messerattacke vom 28. Mai, die die Stadt tief erschüttert habe.

Die Mehrheit der Meldungen betraf junge Menschen, die sich mit Drohungen oder Gewaltphantasien hervorgetan hatten. In einem Fall hatte ein Jugendlicher mit psychischen Problemen wiederholt angedeutet, bei einer Schulabschlussfeier ein Blutbad anzurichten.

Neu rückt auch das Phänomen der «Manosphere» in den Fokus der Fachstelle. Dabei geht es um toxische Männlichkeitsideale, die häufig mit Misogynie verknüpft sind. Pädagogen beobachten dem Bericht zufolge vermehrt respektloses Auftreten gegenüber Lehrerinnen.

Quelle: SWI swissinfo.ch

Source: Google News CH — Crime (de)