Winterthurer Fachstelle meldet vierfache Zunahme gewaltrelevanter Vorfälle

Die Extremismus- und Gewaltpräventionsstelle in Winterthur hat im vergangenen Jahr deutlich öfter Behörden alarmiert. 13 Meldungen mit Hinweisen auf mögliche Gewalt oder Selbstgefährdung gingen bei der Polizei ein.

Winterthurer Fachstelle meldet vierfache Zunahme gewaltrelevanter Vorfälle

Im Kanton Zürich hat die kommunale Einrichtung zur Prävention von Radikalisierung und Gewalt einen markanten Anstieg bei den Alarmmeldungen registriert. Während im Vorjahr lediglich drei Vorfälle an die Stadtpolizei weitergeleitet wurden, stieg diese Zahl im Berichtszeitraum auf 13 an.

Die Publikation des Jahresberichts erfolgte am Montag. Darin räumt der zuständige Stadtregierung Galladé (SP) ein, dass selbst umfassende Vorbeugungsarbeit nicht jedes schwere Ereignis abwenden kann. Er nennt ausdrücklich die Bluttat vom 28. Mai, die viele Bürger verunsichert habe.

Die überwiegende Mehrheit der gemeldeten Vorfälle betrifft Minderjährige, die sich in Äusserungen oder Verhalten gewalttätige Taten ankündigten. Ein dokumentierter Fall betrifft einen jugendlichen Schüler mit psychiatrischer Vorgeschichte, der mehrfach verkündete, bei einer Schulfeierlichkeit «allen zeigen zu wollen, was er von der Schule halte».

Ein weiterer Schwerpunkt der Präventionsarbeit liegt auf der sogenannten «Manosphere» – Online-Strömungen, die ein problematisches Männerbild propagieren und oft misogyne Weltbilder fördern. In Bildungseinrichtungen manifestiere sich dies durch wachsenden Respektverlust gegenüber weiblichem Lehrpersonal.

Quelle: SWI swissinfo.ch

Source: Google News CH — Crime (de)