Messerangriff in Ulmer Einkaufszentrum: Prozess gegen 30-Jährigen beginnt
Rund sechs Monate nach dem Angriff startet am Dienstag der Prozess am Landgericht Ulm. Dem Angeklagten wird versuchter Mord an einem 25-jährigen Elektronikmarkt-Mitarbeiter vorgeworfen.

Versuchter Mord in Ulm: Anklage wegen gezieltem Messerstich auf Mitarbeiter
Wie kurier.de berichtet, beginnt am kommenden Dienstag vor dem Landgericht Ulm der Prozess gegen einen 30-Jährigen, dem versuchter Mord vorgeworfen wird. Der Angriff auf einen 25-jährigen Mitarbeiter eines Elektronik-Fachmarkts in einem Ulmer Einkaufszentrum liegt rund sechs Monate zurück.
Laut Anklage soll sich der Beschuldigte das Messer eigens für die Tat beschafft haben. Er soll damit gezielt und mehrfach auf den Mitarbeiter eingestochen haben – auch dann noch, als dieser bereits wehrlos am Boden lag. Das Opfer erlitt lebensgefährliche Verletzungen und musste mehrfach notoperiert werden. Zwei Kollegen, die dem Verletzten zu Hilfe kamen, wurden leicht verletzt.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte aus Wut und Frust handelte. Täter und Opfer waren einander nicht bekannt.
Nach der Tat flüchtete der 30-Jährige aus dem Geschäft. Polizeibeamte stellten ihn kurz darauf, doch als er das Messer laut Polizeiangaben nicht niederlegte und stattdessen auf die Beamten losging, wurde er angeschossen und schwer verletzt. Seit Januar befindet er sich in Untersuchungshaft.
Zur Sache hat er sich bislang nicht geäußert, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Der Mann stammt aus Eritrea und war nach früheren Angaben des baden-württembergischen Migrationsministeriums ausreisepflichtig, konnte jedoch nicht abgeschoben werden.
Für den Prozess sind sechs Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil wird frühestens Mitte August erwartet.
Source: Google News DE — Crime (de)