Waffenprozess in Wuppertal: 100 Skorpion-Maschinenpistolen auf dem Schwarzmarkt verschwunden
Vor dem Landgericht Wuppertal steht ein 60-jähriger Mann aus Remscheid, dem vorgeworfen wird, hunderte Waffen an deutsche Verbrecherorganisationen verkauft zu haben. Ein Großteil der Pistolen ist unauffindbar.
Waffenprozess in Wuppertal: 100 Skorpion-Maschinenpistolen auf dem Schwarzmarkt verschwunden
Vor dem Landgericht Wuppertal hat ein Verfahren gegen einen 60-jährigen Mann aus Remscheid begonnen, dem der Handel mit Kriegswaffen vorgeworfen wird. Bei einem Einsatz in der Wohnung des Beschuldigten stießen Beamte auf ein beachtliches Arsenal. Dennoch fehlt von den beschlagnahmten Stücken ein erheblicher Teil.
Die Ermittler hatten über Monate hinweg Telefongespräche abgehört und elektronische Nachrichten ausgewertet. Danach durchsuchten sie jeden Winkel des Kellers des Angeklagten. Dabei fanden sie ein gewaltiges Waffenlager. Nun zeigt sich jedoch, dass 100 Skorpion-Maschinenpistolen spurlos abhandengekommen sind. Die Frage, wo sich diese Schusswaffen befinden und wer sie in Händen hält, beschäftigt die Justiz.
Die Anklage wirft dem 60-Jährigen vor, die Pistolen an kriminelle Gruppierungen in Deutschland verkauft zu haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Waffen bereits in den Besitz von Gangstern gelangt sind. Welche konkrete Gefahr von den verschwundenen Maschinenpistolen ausgeht, ist derzeit unklar.
Der Prozess wird vor dem Landgericht Wuppertal geführt. Weitere Details und Hintergründe zum Verfahren sind über BILDplus verfügbar.
Quelle: BILD
Source: BILD