Lebenslange Haft für Weihnachtsmarkt-Attentäter Taleb al-Abdulmohsen gefordert
Die Generalstaatsanwaltschaft Naumburg fordert für den Magdeburg-Attentäter lebenslange Haft mit Sicherungsverwahrung. Sechs Menschen starben beim Anschlag im Dezember 2024.

Staatsanwaltschaft fordert Höchststrafe für Magdeburg-Attentäter
Die Generalstaatsanwaltschaft Naumburg hat im Prozess gegen Taleb al-Abdulmohsen die Höchststrafe gefordert. Oberstaatsanwalt Matthias Böttcher plädierte am Donnerstag vor dem Landgericht Magdeburg für lebenslange Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung — und beantragte zugleich, die besondere Schwere der Schuld festzustellen. Wie welt.de berichtet, bezeichnete Böttcher die Gewalttat als etwas, das „jede menschlich begreifbare Dimension" sprenge.
An al-Abdulmohsens Täterschaft bestünden laut Böttcher keine ernsthaften Zweifel. Der Angeklagte habe die Tat „lange und im Voraus geplant". Das dadurch ausgelöste Leid ganzer Familien dauere bis heute an und sei „schier unbeschreiblich".
Am 20. Dezember 2024 war al-Abdulmohsen laut Anklage mit einem Mietwagen über den Weihnachtsmarkt in Magdeburg gerast. Sechs Menschen starben, mehr als 300 weitere wurden verletzt.
Seit November steht der aus Saudi-Arabien stammende Arzt vor dem Landgericht Magdeburg. Er gestand, einen Angriff geplant zu haben, bestritt jedoch, Menschen gezielt überfahren zu haben. Seine Aussagen im Prozess waren teils wirr und von Verschwörungstheorien durchzogen.
Das eigentliche Tatmotiv lag laut Böttcher in einem Konflikt mit einem Kölner Flüchtlingsverein, gegen den al-Abdulmohsen einen Zivilprozess verloren hatte. Der Angeklagte habe für diese Niederlage sowie eine Reihe erfolgloser Strafanzeigen „Rache üben" wollen.
In den kommenden Prozesstagen folgen die Plädoyers der Nebenklage und der Verteidigung. Die Schlussvorträge werden voraussichtlich mehrere Tage in Anspruch nehmen. Ein Urteilstermin steht noch nicht fest.
Source: Google News LU DE