Auftragsmord in Augsburg: 30-Jähriger zu lebenslanger Haft verurteilt

Ein 30-Jähriger erschoss eine dreifache Mutter in deren Wohnung – für 1000 Euro. Das Landgericht Augsburg sprach ihn schuldig.

Auftragsmord in Augsburg: 30-Jähriger zu lebenslanger Haft verurteilt

Lebenslange Haft für Auftragsmörder an dreifacher Mutter in Augsburg

Das Landgericht Augsburg hat einen 30-jährigen Mann wegen Auftragsmords zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. Wie DER SPIEGEL (Justiz & Kriminalität) berichtet, soll der Ex-Partner des Opfers dem Verurteilten 1000 Euro für die Tat versprochen haben.

Der 43-jährige frühere Freund der Frau habe die Tatwaffe sowie Munition beschafft und die Tat in Auftrag gegeben, erklärte der Vorsitzende Richter Michael Eberle. Der Angeklagte ist der Ziehsohn des 43-Jährigen aus einer früheren Beziehung.

Die 30-jährige Frau wurde im Mai 2025 in ihrer Wohnung mit vier Kopfschüssen getötet. Zwei ihrer drei kleinen Kinder befanden sich zum Zeitpunkt der Tat zu Hause. Die achtjährige Tochter rief ihre Großmutter an, nachdem sie die Mutter blutüberströmt auf dem Boden gefunden hatte.

Zwei der Kinder stammen aus der Beziehung mit dem 43-Jährigen. Das Paar hatte sich etwa einen Monat vor der Tat getrennt. Der Ex-Partner soll daraufhin aus Eifersucht zunächst seinen Ziehsohn als eine Art Detektiv auf die Frau angesetzt haben – daraus entwickelte sich schließlich der Mordplan.

Der 43-Jährige war zunächst als Zeuge im Prozess befragt worden, wurde dann jedoch noch während des laufenden Verfahrens wegen des Verdachts der Anstiftung zum Mord festgenommen. Er befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Sollte die Staatsanwaltschaft Anklage gegen ihn erheben, würde der Fall voraussichtlich in einem separaten Prozess verhandelt.

Das Gericht stellte zusätzlich die besondere Schwere der Schuld fest. Eine vorzeitige Entlassung des Verurteilten nach 15 Jahren wäre damit erheblich erschwert. Mit dem Schuldspruch folgte die Strafkammer dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert und argumentiert, der Ex-Partner habe die Frau selbst erschossen.

Source: DER SPIEGEL (Justiz & Kriminalität)