Berliner Rentner soll 14 Frauen betäubt und vergewaltigt haben

Ein 68-Jähriger aus der Hauptstadt steht vor Gericht. Ihm werden Dutzende sexuelle Übergriffe zur Last gelegt, die er angeblich nach Kontakt über Dating-Portale beging.

Berliner Rentner soll 14 Frauen betäubt und vergewaltigt haben

Vor einem deutschen Gericht muss sich ein 68 Jahre alter Mann aus Berlin verantworten. Die Anklagebehörde wirft ihm vor, mehr als ein Dutzend Frauen sexuell missbraucht zu haben, nachdem er sie über Online-Partnerbörsen kennengelernt hatte.

Die mutmaßlichen Taten ereigneten sich demnach in der eigenen Wohnung des Beschuldigten. Um die Frauen gefügig zu machen, soll er ihnen Beruhigungsmittel untergemischt und zusätzlich Alkohol gereicht haben. In einem desorientierten Zustand seien die Frauen dann missbraucht worden.

Besonders brisant: Der Pensionär soll die Übergriffe mit einer Kamera festgehalten haben. Die Opfer selbst haben nach bisherigem Ermittlungsstand keinerlei Erinnerung an die Geschehnisse.

Auf die Spur des Mannes kamen die Fahnder durch eine Razzia in seiner Wohnung. Dabei stießen sie auf digitale Speichermedien, die zahlreiche Aufnahmen von sexuellen Straftaten enthielten. Hinweise auf den Verdächtigen erhielten die Berliner Ermittler aus Niedersachsen, wo gegen einen anderen Mann wegen vergleichbarer Delikte ermittelt wurde. Zwischen den beiden Verdächtigen gab es offenbar Kontakt.

Die erste Durchsuchung erfolgte bereits im Frühjahr des Vorjahres. Etwa zwölf Monate später, im März des laufenden Jahres, folgte eine weitere. Daraufhin wurde der 68-Jährige in Gewahrsam genommen und befindet sich seither in Haft.

Insgesamt konnten die Ermittler 58 Frauen ausfindig machen, die in den Fall verwickelt sein könnten. Ob weitere Straftaten vorliegen, wird noch geprüft.

Bei 36 weiteren mutmaßlichen Fällen musste die Anklagebehörde jedoch die Ermittlungen einstellen. Diese Übergriffe sollen in den Jahren 2010 bis 2014 stattgefunden haben und sind mittlerweile strafrechtlich verjährt.

Quelle: Ekstra Bladet

Source: Ekstra Bladet