Bundespolizist muss sich vor Traunsteiner Gericht wegen Vergewaltigung verantworten

Vor dem Amtsgericht Traunstein läuft ein Prozess gegen einen 36-jährigen Flughafenpolizisten. Er soll im Januar 2024 eine 26-jährige Kollegin missbraucht haben.

Bundespolizist muss sich vor Traunsteiner Gericht wegen Vergewaltigung verantworten

Bundespolizist muss sich vor Traunsteiner Gericht wegen Vergewaltigung verantworten

Im oberbayerischen Traunstein hat ein Strafverfahren gegen einen Beamten der Bundespolizei begonnen. Der 36-Jährige soll im vergangenen Jahr eine deutlich jüngere Kollegin sexuell genötigt haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Vergewaltigung vor.

Der mutmaßliche Übergriff fiel in die Zeit einer dienstlichen Veranstaltung. Die Beschuldigtengruppe war zum Wintersport-Wettkampf nach Ruhpolding gereist. Nach dem Besuch der Rennen trafen sich die Einsatzkräfte in einer Gaststätte und konsumierten Bier. Später zog die Gruppe auf eine Party weiter. Gegen drei Uhr früh kehrten sie ins Quartier zurück.

Die betroffene Frau teilte sich die Unterkunft mit dem heute Angeklagten und einem weiteren Mann. Sie legte sich schlafen, während die beiden Kollegen sich im Sanitärbereich aufhielten. Im Schlaf soll sie durch Leibesschmerzen und Geräusche geweckt worden sein. Sie bemerkte, dass der Beschuldigte unbekleidet hinter ihr lag und sie sexuell berührte. Mehrfach soll sie ihn abgestoßen haben.

Die Geschädigte trug schwere seelische Spuren davon. Sie wechselte den Arbeitsplatz und klagt über nächtliche Unruhe und Angstzustände. Vor dem Richter schilderte sie die Geschehnisse hinter verschlossenen Türen.

Der Anwalt des Angeklagten brachte zur Sprache, dass die Frau bereits gegen zwei weitere Männer aus demselben Kreis Strafanzeige erstattet hatte. Beide Fälle wurden nicht weiterverfolgt. Der Beschuldigte selbst gab vor Gericht keine Erklärung ab. Seit der Anzeige ist er beurlaubt. Sollte das Strafmaß bei mindestens zwölf Monaten liegen, droht der Entzug des Beamtenverhältnisses samt Altersversorgung. Die Verhandlung soll Anfang Juli enden.

Quelle: BILD

Source: BILD