Senior in Bielefeld um Erspartes und Bankkarte gebracht
Unbekannte Täter täuschten einen älteren Mann in Bielefeld am Samstag mit einer fingierten Falschgeld-Geschichte. Sie erlangten sein Bargeld und seine EC-Karte.

Senior in Bielefeld um Erspartes und Bankkarte gebracht
Ein Rentner aus dem Stadtteil Ummeln ist am Samstag, 20. Juni 2026, auf eine ausgeklügelte Masche hereingefallen. Mehrere Unbekannte spielten ihm vor, von seiner Bank und von der Polizei zu stammen, und erbeuteten auf diese Weise seine Ersparnisse sowie seine Bankkarte.
Der Vorfall begann mit einem Telefonat gegen Mittag. Ein Mann meldete sich beim älteren Herrn und gab sich als Angestellter der örtlichen Bankfiliale aus. Er behauptete, bei den jüngsten Auszahlungen seien gefälschte Scheine in Umlauf geraten. Der Rentner räumte ein, vor Kurzem Geld abgehoben zu haben. Der Anrufer bat daraufhin, die Nummern auf den Banknoten durchzugeben – angeblich, um zu prüfen, ob Falschgeld dabei sei. In Wahrheit erfuhr er dadurch, wie viel Bargeld sich in der Wohnung des Opfers befand.
Im nächsten Schritt verkündete der vermeintliche Bankmitarbeiter, ein Beamter werde persönlich vorbeikommen, um die betroffenen Scheine gegen echtes Geld zu tauschen. Wenig später klingelte ein Mann an der Haustür des Geschädigten in der Lennestraße. Er zeigte einen gefälschten Dienstausweis und nahm das Bargeld und die EC-Karte des Seniors entgegen. Währenddessen blieb die Telefonverbindung zum falschen Bankangestellten bestehen, der dem Rentner einredete, er könne dem Besucher bedenkenlos vertrauen.
Die Ermittler beschreiben den mutmaßlichen Täter als etwa 45 Jahre alten Mann mit kräftiger Statur und schwarzen, kurzen, glatten Haaren. Er soll groß gewachsen sein und trug zur Tatzeit durchgehend schwarze Kleidung, vermutlich ein Sweatshirt, eine Sporthose und Sneaker.
Das Kriminalkommissariat 15 bittet Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise auf die Verdächtigen geben können, sich unter der Rufnummer 0521/545-0 zu melden.
Die Beamten raten dringend, bei unaufgeforderten Anrufen misstrauisch zu sein. Wer am Telefon unter Zugzwang gesetzt wird, sollte einfach auflegen. Keine Angaben zu Kontoständen, Wertsachen oder persönlichen Daten sollten preisgegeben werden. Zudem holt die echte Polizei niemals Geld oder Schmuck bei Privatpersonen ab, um diese zu sichern oder auszutauschen.
Quelle: Radio Bielefeld, Meldung der Polizei Bielefeld
Source: Google News DE — Crime (de)