Bremen: Mutmaßliche Finanzbetrügerin stellt sich nach Öffentlichkeitsfahndung

Eine Frau aus Bremen, die im Verdacht steht, unter falscher Identität Bankkonten für Betrugsstraftaten eröffnet zu haben, hat sich kurz nach Beginn einer Fahndung der Polizei gestellt.

Bremen: Mutmaßliche Finanzbetrügerin stellt sich nach Öffentlichkeitsfahndung

Bremen: Mutmaßliche Finanzbetrügerin stellt sich nach Öffentlichkeitsfahndung

Eine Frau aus Bremen, die im Verdacht steht, unter falscher Identität Bankkonten für Betrugsstraftaten eröffnet zu haben, hat sich kurz nach Beginn einer Fahndung der Polizei gestellt. Die 44-Jährige meldete sich am Mittwochmittag bei den Ermittlern, nachdem Polizei und Staatsanwaltschaft am Morgen eine Öffentlichkeitsfahndung gestartet hatten. Dies berichtet NDR.de.

Die Verdächtige soll zwischen September und Dezember 2023 unter Verwendung eines fremden und gefälschten Ausweises mehrere Girokonten bei verschiedenen Kreditinstituten eröffnet haben. Dabei habe sie eine erfundene Identität verwendet, so die Mitteilung der Bremer Polizei.

Auf die so eröffneten Konten seien anschließend Geldbeträge in fünfstelliger Höhe überwiesen worden. Das Geld stammte demnach aus verschiedenen Betrugsdelikten. Die Frau soll die Konten als sogenannte "Geldwäschekonten" für kriminelle Aktivitäten bereitgestellt haben.

Die Ermittler hatten am Mittwochvormittag mit der Veröffentlichung von Fotos und persönlichen Daten der Gesuchten eine öffentliche Fahndung eingeleitet. Bereits wenige Stunden später stellte sich die Frau auf dem Revier der Bremer Polizei. Sie wurde vorläufig festgenommen und befindet sich nun in Untersuchungshaft.

Die Staatsanwaltschaft Bremen ermittelt gegen die Frau wegen des Verdachts der bandenmäßigen Geldwäsche und des Betrugs. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Konten Teil eines größeren kriminellen Netzwerks waren, das über das Internet Betrugsdelikte beging und das erlangte Geld über verschiedene Konten wusch.

Die Polizei warnt weiterhin vor sogenannten "Geldwäschekonten", bei denen Kriminelle Dritte dafür bezahlen, Konten in deren Namen zu eröffnen. Diese Konten werden dann genutzt, um das Geld aus Betrugsdelikten zu verschleiern und die Herkunft der Gelder zu verschleiern.

Source: Google News DE — Crime (de)