Trier: Prozess gegen angebliche Köpfe einer Drogengruppe

Sieben Personen stehen vor Gericht, weil sie angeblich ein weit verzweigtes Cannabis-Netzwerk aufgebaut haben.

Trier: Prozess gegen angebliche Köpfe einer Drogengruppe

Trier: Prozess gegen angebliche Köpfe einer Drogengruppe

In der rheinland-pfälzischen Stadt hat ein Verfahren gegen sieben Personen begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, ein großes Netzwerk zum Anbau und Verkauf von Cannabis aufgebaut zu haben. Die Verhandlung findet vor dem zuständigen Gericht in Trier statt.

Laut Anklage betrieben die Beschuldigten insgesamt 19 geheime Anbauorte in drei verschiedenen Bundesländern. Darunter befanden sich Standorte in der Vulkaneifel sowie in Hessen und Nordrhein-Westfalen. Einige der Plantagen sollen mehrere tausend Pflanzen beherbergt haben. Für die nötige Technik wie Beleuchtung und Lüftung soll illegal Strom entnommen worden sein.

Die Gruppe sei strukturiert aufgebaut gewesen, so die Fahnder. Einzelne Verdächtige stehen in familiären Beziehungen zueinander, andere sollen sich aus Freundschaft verbunden haben. Bei den aktuell Angeklagten handele es sich um die vermeintlichen Organisatoren. Sie sollen neben Cannabis auch Kokain verkauft haben.

Die Verteidigung legte zu Beginn Widerspruch gegen die Verwendung von abgehörten Telefonaten ein. Sie bemängeln, dass nicht alle Daten der Ermittler vorliegen.

Drei der sieben Personen sind bereits einschlägig vorbestraft. Alle befinden sich derzeit in Haft. Das Verfahren könnte sich über mehr als 40 Tage erstrecken und bis zum Jahresende andauern. 17 Rechtsbeistände sind involviert.

In früheren Prozessen wurden bereits weitere Beteiligte verurteilt, darunter eine Familie, die der Gruppe bei der Geldwäsche und als Lagerstätte gedient haben soll.

Quelle: SWR

Source: Google News DE — Crime (de)